Neue WaffeSo sieht die neue Pistole der Police Grand-Ducale aus
LUXEMBURG - Die luxemburgische Polizei rüstet ihre Beamten mit modernen Dienstwaffen aus. Die Verantwortlichen entschieden sich für das Modell einer schwäbischen Waffenschmiede.

Seit wenigen Tagen steht fest, welche Dienstwaffen die Beamten der Police Grund-Ducale künftig im Holster tragen werden. Wie L'essentiel von der Polizei bestätigt wurde, erhält das Modell SFP9 des schwäbischen Herstellers Heckler & Koch den Zuschlag. Die moderne Selbstladepistole vom Kaliber 9 Millimeter hat die Polizisten bei den Tests am meisten überzeugt. Der anderen «deutschen» Option, der Walther PPQ, erteilten die Beamten dagegen eine Absage.
Die halbautomatische SFP9 aus der Waffenschmiede im Schwarzwald punktete vor allem wegen des Sicherheitsaspekts: Die Pistole kann nur nach Entnahme des Magazins zerlegt werden, zudem müssen Anwender vor der Demontage nicht den Abzug betätigen. Dadurch wird vermieden, dass sich beim Reinigen versehentlich ein Schuss aus der Waffe löst. Das Modell gelangte erst 2015 auf den Markt, seit dem Vorjahr ist es bei der Polizei in vier deutschen Bundesländern in Gebrauch. Auch James Bond trug die «Knarre» bereits in der Hand (siehe Diashow).
Lieferung erfolgt vor den Sommerferien
Eine weitere Alternative war die Glock 17, die unter anderem von der Luxemburger Spezialeinheit genutzt wird. Wie aus Parlamentsunterlagen hervorgeht, verzichtete der österreichische Waffenproduzent jedoch auf eine Bewerbung für das Ausschreibungsverfahren.
Insgesamt lässt sich der Staat die Neuanschaffung der Dienstwaffen und des nötigen Zubehörs rund zwei Millionen Euro kosten. Die Auslieferung erfolgt Mitte des Jahres. «Die Waffen werden nach einer zwölfstündigen Ausbildung und einem abschließenden Test nach und nach an die etwa 1.700 Polizisten ausgehändigt», sagt Polizeisprecher Frank Stoltz.
Die bisherige Dienstwaffe vom Typ Smith & Wesson 686, der seit den 80er-Jahren zur Ausrüstung von Gendarmerie und Polizei gehörte, wird danach schrittweise ausgemustert. Der etwas antik wirkende Revolver hatte in den vergangenen Jahren immer mehr Probleme verursacht.
(Jörg Tschürtz/L'essentiel)