Israel bricht den Kontakt mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab, weil sie den Umgang des Landes mit den Palästinensern nach Medienberichten mit Südafrikas früherem Apartheid-System verglichen hat. «Ich habe keine andere Wahl, als jeglichen Kontakt zu Frau Kallas abzubrechen, bis sie die Blutverleumdung zurücknimmt, die sie gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt gerichtet hat – der zugleich die einzige Demokratie im Nahen Osten ist», teilte der israelische Außenminister Gideon Saar mit.
Das Portal «Euractiv» hatte berichtet, Kallas habe im vergangenen Monat während eines Besuchs in Mexiko entsprechende Äußerungen gemacht. Ein Sprecher von Kallas wollte dies weder bestätigen noch dementieren.
«Ich schätze unseren Dialog und unsere Zusammenarbeit und bin bereit, sie in diesem Geist – respektvoll und konstruktiv – fortzusetzen», schrieb Kallas auf der Plattform X an Saar gerichtet. Um Frieden in Nahost zu erreichen, bleibe die Zweistaatenlösung der einzig gangbare Weg.