30.04.2025
Mi 10:35
Erste Schätzungen zu Einbußen durch Blackout
Erste Wirtschaftsverbände und Unternehmen beziffern die Kosten des Stromausfalls. Die spanische Wirtschaftslobby CEOE schätzt, dass der Ausfall das Bruttoinlandsprodukt um rund 1,6 Milliarden Euro (0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) schmälert, wie das Manager Magazin berichtet. Bis die Ölraffinerien ihren Betrieb wieder vollständig aufnehmen, könne es noch eine Woche oder länger dauern. Außerdem seien einige Industrieöfen beschädigt worden. Die Investmentbank RBC schätzte die wirtschaftlichen Kosten des Stromausfalls gar auf 2,25 bis 4,5 Milliarden Euro, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Geschätzte Verluste in Höhe von umgerechnet bis zu 190 Millionen Euro meldet die Fleischindustrie, heißt es bei der Finance Review. Der Stromausfall unterbrach die Kühlketten. In einigen Gebieten dauerte er mehr als zwölf Stunden. Die Lebensmittelgeschäfte konnten laut dem Branchenverband normal arbeiten. Sie ermitteln aber noch, wie viele ihrer Produkte verdorben waren und wie groß der Ausfall ist, weil Kartenzahlungen und Geldautomaten nicht funktionierten.
Auch der Automobilindustrie machte der Blackout zu schaffen. Volkswagen gab bekannt, dass sein Werk in Navarra einen Produktionstag verloren habe – das entspricht 1400 Autos. Bisher noch verschont bleibt die Tourismusbranche. «Im Moment erhalten wir keine nennenswerten Meldungen über Stornierungen», sagt Jorge Marichal, Vorsitzender des spanischen Hotelverbands.








