Crans-Montana: Moretti kann Schaumstoffplatten in 2015 gar nicht gekauft haben

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Aktualisiert 17. Februar 2026, 13:37Crans-Montana
Moretti kann Schaumstoffplatten in 2015 gar nicht gekauft haben

Bei einer Silvesterfeier im Schweizer Skiort Crans-Montana sind mindestens 40 Menschen gestorben. Mehr als 100 wurden verletzt.
L'essentiel und Agenturen
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L'essentiel und Agenturen

Darum gehts

  • In einer Bar in Crans-Montana ist am frühen Neujahrsmorgen ein Brand ausgebrochen.
  • 40 Personen sind gestorben.
  • Über 100 sind zum Teil schwerstverletzt.

Deine Meinung zählt

17.02.2026

Di 13:36

Baumarkt widerspricht Moretti

Die Schaumstoffplatten in Le Constellation stehen – unter anderem – im Fokus der Ermittlungen. Sie haben zur Geschwindigkeit der Brandausbreitung beigetragen. Jacques Moretti hat in einer der Befragungen angegeben, diese 2015 bei Hornbach gekauft zu haben. Er habe nicht gewusst, dass sie leicht entflammbar seien. Die Mitarbeiter der Hornbachfiliale hätten ihn damals beraten.

Nun meldet der Baumarkt jedoch gegenüber Le Temps, dass Moretti die Schaumstoffplatten 2015 gar nicht gekauft haben könne. Hornbach habe der Walliser Staatsanwaltschaft mitgeteilt, entsprechende Schaumstoffplatten seien erst ab Ende März 2016 erhältlich gewesen. 2015 seien diese Schaumstoffplatten nicht im Angebot gewesen.

Facebook-Bilder Renovierung der Bar Le Constellation 2015.
Facebook-Bilder Renovierung der Bar Le Constellation 2015.Facebook

16.02.2026

Mo 20:21

Feuerwehrchef vernommen

Die Polizei hat den Feuerwehrchef, David Vocat, als Zeugen einvernommen, wie Le Monde schreibt. Berichten zufolge hatte er 2018 eine Liste von Mängeln an den Eigentümer und den Betreiber der Unglücksbar Le Constellation übermittelt.

13.02.2026

Fr 18:32

Moretti-Verteidiger angegriffen: Anwaltskammern schlagen Alarm

Jessica Moretti beantwortet Fragen unter Tränen. Wenig später bricht sie vor laufender Kamera zusammen. Zuvor sei sie von Angehörigen der Brandopfer in ihrer Bar beleidigend angegangen worden. Offenbar wurden in letzter Zeit auch die Anwälte der Morettis verbal angegriffen. Die Präsidenten der Anwaltskammern Waadt, Wallis und Genf verurteilten am Freitag die verbalen und physischen Angriffe sowie die Drohungen gegen die Verteidiger auf das Schärfste, wie RSI berichtet.

Die Präsidenten der Anwaltskammern schreiben weiter, dass die Angriffe «die Justiz schwächen und das Grundrecht auf Verteidigung gefährden». Anwälte dürften «nicht mit den Interessen ihrer Mandanten gleichgesetzt werden» In der Erklärung verweisen die Autoren darauf, dass die «intensive Medienberichterstattung» zu der angespannten Atmosphäre beigetragen hätten. Sie erinnern daran, dass Anwälte ihre Aufgabe in erster Linie vor Gericht und nicht in den Medien erfüllen müssten. Sie bestehen darauf, dass das Verfahren in einem ruhigen Klima durchgeführt wird und die Rechte aller Beteiligten respektiert werden sollen.

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12.02.2026

Do 16:27

Opfer-Anwälte befragen Bar-Betreiberin

Jessica Moretti ist von den Anwälten der Opferangehörigen befragt worden. Sie erschien in Begleitung ihres Ehemanns Jacques, gegen den ebenfalls wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ermittelt wird. Bei ihrer Ankunft wurde sie von Angehörigen heftig attackiert.

«Du hast meinen großen Bruder getötet, du Schlampe, kapierst du das? Sieh mir in die Augen, du hast meinen Bruder getötet», rief der 14-jährige Tobyas Pidoux, dessen drei Jahre älterer Bruder Trystan gestorben war, der Französin zu. «Mein Sohn ist tot, er ist verbrannt», rief Trystans Vater Christian. Gulcin Kaya, die Mutter eines 18-jährigen Opfers, schrie: «Wo ist mein Sohn, wo ist er?»

Während seine Frau weinend das Gebäude betrat, antwortete Jacques Moretti den wütenden Angehörigen: «Wir übernehmen die Verantwortung. Wir versprechen Ihnen: Wir sind hier, um für Gerechtigkeit zu sorgen.»

12.02.2026

Do 14:33

Giovanni wollte Obdachlosen in Bologna helfen

Der 16-jährige Giovanni Tamburi war eines der Opfer der Silvesternacht, nun will sein Vater Giuseppe sein Andenken mit einem besonderen Projekt ehren: In Bologna soll ein Obdachlosenheim entstehen, das Giovannis Namen trägt. Wie die Zeitung Il Resto del Carlino berichtet, traf sich Tamburi dazu mit Bolognas Bürgermeister Matteo Lepore.

Geplant ist kein klassisches Nachtasyl, sondern ein kleines «Dorf» mit mehreren Häuschen – zunächst etwa zehn. Auch eine Verpflegungsmöglichkeit ist angedacht. Besonders wichtig: Die Unterkunft soll auch Hunde erlauben, damit Betroffene ihre Tiere nicht zurücklassen müssen. Als Standort werde eine Fläche nahe dem Stadtzentrum geprüft. Die Finanzierung wollen Familie Tamburi und die Stadt gemeinsam tragen. So soll Giovannis Wunsch, Obdachlosen zu helfen, über seinen Tod hinaus weiterleben.

Giovanni habe sich zeitlebens für obdachlose Menschen eingesetzt, erzählt sein Vater. Heimlich brachte er einem Obdachlosen abends Essen – selbst seine Familie wusste nichts davon. Erst nach seinem Tod wurde sein Engagement bekannt.

11.02.2026

Mi 16:50

«Intensiver Moment»: Mutter von zwei Brandopfern traf Morettis

Am Rande der Einvernahme der Morettis am Mittwoch traf eine Mutter zweier Brandopfer des Infernos von Crans-Montana die beiden Barbetreiber. 20 Minuten lang sprachen die zwei Parteien miteinander, wie das Newsportal tio.ch berichtet.

Die zwei Töchter der Mutter liegen noch verletzt im Spital. Das Treffen fand auf Bitten beider Parteien statt und die jeweiligen Anwälte haben es im Nebenraum des Verhandlungssaals organisiert.

«Meine Mandantin wollte sich privat mit Herrn und Frau Moretti unterhalten. Ich werde Ihnen daher nicht erzählen, was sie besprochen haben», erklärte Rechtsanwalt Sébastien Fanti am frühen Nachmittag vor zahlreichen Journalisten. «Es war ein intensiver Moment, menschlich gesehen. Selten und sehr wichtig, damit sich die Menschen sehen und ihre Meinungen über das Geschehene austauschen konnten.»

10.02.2026

Di 16:26

Brandopfer in Mailänder Krankenhaus sind außer Lebensgefahr

Die Verletzten des Neujahrsbrands von Crans-Montana, die ins Mailänder Niguarda-Spital eingeliefert wurden, sind alle außer Lebensgefahr. SRF berichtete darüber.

Laut Berichten wurden acht Verletzte aus der Silvesternacht in dem Spital behandelt. Diejenigen, die auf der Intensivstation lagen, konnten nun auf die Abteilung für Brandverletzte verlegt werden. Eine 55-jährige schweizerisch-italienische Doppelbürgerin konnte Montag das Spital verlassen.

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09.02.2026

Mo 14:31

Hunderte Menschen erweisen Noémie (26) die letzte Ehre

500 Menschen haben dem 26-jährigen Brandopfer Noémie aus Eaunes (F) die letzte Ehre erwiesen. Familie, Freunde und Kollegen reisten sowohl aus dem In- als auch dem Ausland an, schreibt die Zeitung La Dépêche. Ihr Umfeld bezeichnet Noémie als einen Menschen mit «einem bezaubernden Lächeln, Ehrgeiz, Großzügigkeit und Selbstlosigkeit».

Ihre Eltern erzählen La Dépêche, ihre Tochter habe zwei Jahre lang in Crans-Montana in einem Casino gearbeitet. Die Umgebung der Gemeinde habe sie so sehr begeistert, dass sie sich entschied, dort zu bleiben und zu arbeiten.

Noémie (26) starb in der Neujahrsnacht in Crans-Montana.
Noémie (26) starb in der Neujahrsnacht in Crans-Montana.Privat

09.02.2026

Mo 10:31

Kerzen lösen Brand an Gedenkort aus

An einer Gedenkstätte ist am Sonntag ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr löschte die Flammen nach Angaben der Polizei schnell. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand auf einem Tisch ausbrach, auf dem zahlreiche Kerzen stehen. Sie geht nicht von Brandstiftung aus. «Eine Dritteinwirkung kann zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden», teilte sie mit.

Die Flammen brannten ein großes Loch in das Dach des Zeltes, das hunderte Kerzen, Blumen, Briefe und Teddybären vor dem Wetter schützt. Es wurde nach Angaben der Polizei niemand verletzt. Zwar seien mehrere Gedenkobjekte beschädigt worden, aber «das Kondolenzbuch konnte erhalten werden», teilte sie mit. Der Wiederaufbau der Gedenkstätte sei im Gange.

06.02.2026

Fr 16:52

Darum wurde die Bar nicht kontrolliert

Gut einen Monat nach dem Brand ist der Sicherheitschef der Gemeinde von der Staatsanwaltschaft vernommen worden. Er hatte offenbar keine Brandschutzzertifizierung, sondern lediglich eine Zertifizierung im Bereich Gesundheit und Sicherheit, wie das italienische Medium Rai News berichtet. Sein Mobiltelefon war zuvor von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Es ist derzeit unklar, ob die fehlende Zertifizierung für die Position des Befragten erforderlich gewesen wäre.

Auch zu den fehlenden Kontrollen hat er sich geäußert. Die sechsjährige Lücke – zwischen 2019 und 2025 hatten keine Sicherheitskontrollen stattgefunden – sei demnach durch Probleme bei der Aktualisierung des IT-Systems verursacht worden. Eine Softwareumstellung habe die Aktualisierung der Kontrolldateien verzögert.

Einen Monat nach dem tödlichen Brand wird der Sicherheitschef der Gemeinde befragt.
Einen Monat nach dem tödlichen Brand wird der Sicherheitschef der Gemeinde befragt.Linkedin

06.02.2026

Fr 09:44

Nach Sofortschließung: Jetzt nimmt das Hotel Stellung

Am Donnerstag hat die Gemeinde Crans-Montana die sofortige Schließung des Hôtel du Golf et des Sports angeordnet. Grund dafür seien gravierende Mängel beim Brandschutz. Trotz mehrfacher Mahnungen und eines ultimativen Aufgebots habe das Hotel die geforderten Maßnahmen nicht umgesetzt. Nun nimmt die Führung des Hotels in einer Mitteilung dazu Stellung. «Basierend auf einer Entscheidung der Gemeinde Crans-Montana vom selben Tag» gebe das Hotel die Schließung bekannt.

Weiter schreibt es: «Die umfangreichen Arbeiten, die in den letzten Monaten durchgeführt wurden, reichten nicht aus, um eine solche Entscheidung zu vermeiden.» Das Golf-Hotel hatte dafür ein auf Sicherheitsfragen spezialisiertes Unternehmen beauftragt. «Die Hotelleitung und das Team setzen alles daran, alternative Lösungen für die Gäste zu finden», heißt es in der Mitteilung weiter. Man arbeite daran, das Hotel bald wieder öffnen zu können.

Weiterhin entschuldigt sich die Führung: «Die Hotelleitung entschuldigt sich für die durch diese Entscheidung verursachten Unannehmlichkeiten, die sie natürlich gerne vermieden hätte, und wird allen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dieser bedauerlichen Situation nachkommen.»

05.02.2026

Do 17:02

Crans-Montana greift durch: 5-Sterne-Hotel per sofort geschlossen

Die Gemeinde Crans-Montana hat die sofortige Schließung des Hôtel du Golf et des Sports angeordnet. Grund dafür seien gravierende Mängel beim Brandschutz. Trotz mehrfacher Mahnungen und eines ultimativen Aufgebots habe das Hotel die geforderten Maßnahmen nicht umgesetzt. Die Entscheidung wurde vom Gemeinderat bestätigt. Auch das kantonale Feuerwehramt stimmte der Schließung zu. Die Polizei wurde beauftragt, die Maßnahme umgehend durchzusetzen, wie die Gemeinde mitteilt.

Auf Empfehlung des zuständigen Sicherheitsbeauftragten sprach die Gemeinde ein negatives Gutachten aus. Am 4. Februar 2026 überprüfte das kantonale Feuerwehramt die Lage vor Ort und erteilte seine Zustimmung zur Schließung. Die Entscheidung wurde am 5. Februar durch den Gemeinderat formal beschlossen, wie es weiter heißt.

05.02.2026

Do 16:51

Erste Zahlungen der Soforthilfe getätigt

Die ersten Zahlungen der Soforthilfe in Höhe von 10.000 Franken für jedes hospitalisierte Opfer oder jede Familie der verstorbenen Personen wurden getätigt, wie der Kanton Wallis mitteilt. Sie betreffen 48 Opfer, darunter 14 Zahlungsanträge, die auf Konten im Ausland überwiesen werden, sieben in Frankreich, sechs in Italien und einen in Belgien.

Derzeit würden die Anträge fortlaufend bearbeitet, sobald die erforderlichen Unterlagen eingehen, und zur Zahlung an die Bank weitergeleitet. Der Staatsrat «unternimmt zudem alles», um die Stiftung rasch zu gründen, welcher er einen Betrag von zehn Millionen Franken zukommen lassen will.

05.02.2026

Do 16:49

Versicherer rechnen mit Kosten im dreistelligen Millionenbereich

Noch immer sind zahlreiche Schwerverletzte in Spezialkliniken untergebracht. An der Jahresmedienkonferenz des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) hieß es, die Kranken- und Unfallversicherer seien auch für Ereignisse dieser Dimension gerüstet.

Für die Betroffenen bestünden im Bereich der Heilungskosten keine Versorgungslücken. Die Unfallversicherung stelle sicher, dass die Kosten übernommen werden. SVV-Präsident Stefan Mäder sagte: «Die Kosten können wir noch nicht berechnen. Es wird aber sicher ein dreistelliger Millionenbetrag sein.»

SVV-Präsident Stefan Mäder machte eine grobe Kostenschätzung für das Inferno in Crans-Montana.
SVV-Präsident Stefan Mäder machte eine grobe Kostenschätzung für das Inferno in Crans-Montana.Screenshot Onlinekonferenz SVV
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05.02.2026

Do 12:07

Morettis schreiben Brief an Mitarbeiter

Jacques und Jessica Moretti weisen in einem Brief an ihre Angestellten die Vorwürfe der Vernachlässigung zurück. «Wir haben uns heute entschlossen, das uns auferlegte Schweigen zu brechen», beginnt der Brief. Auch die Todesopfer unter den Angestellten werden angesprochen: «Wir trauern um diejenigen, die nicht mehr unter uns sind», schreibt das Ehepaar.

Den Vorwurf, Jessica Moretti sei nach dem Ausbruch des Brandes mit der Kasse geflüchtet, dementieren sie vehement und sprechen von «niederträchtigsten Lügen». Die Pächter versichern, dass die Lohnzahlungen bereits am 6. Januar getätigt wurden. Allerdings seien alle geschäftlichen und privaten Konten gesperrt worden. Daher sei es möglich, dass noch nicht alle Löhne angekommen seien.

Das Paar betont weiter, mit den Behörden kooperieren zu wollen. «Wir werden euch nicht im Stich lassen. Wir sind an dasselbe Schicksal gebunden und werden alles tun, um euch zu unterstützen», endet der Brief.

03.02.2026

Di 20:00

Gemeinde spendet eine Million Franken für Brandopfer

Die Gemeinde von Crans-Montana hat eine Spende für die Opfer beschlossen. Eine Million Franken (rund 1,1 Millionen Euro) sollen in die Stiftung des Kantons Wallis fließen, der bereits zehn Millionen Franken für die Betroffenen in Aussicht gestellt hat.

«Wir sind uns bewusst, dass Geld keine Wunden heilen kann, aber wir hoffen, den von dieser Tragödie betroffenen Familien helfen und die Solidarität der Gemeinde Crans-Montana zum Ausdruck bringen zu können», zitiert die Gemeinde ihren Gemeindepräsidenten Nicolas Féraud. Unabhängig von der Stiftung hatten Angehörige der Verstorbenen und der Überlebenden bereits 10.000 Franken Soforthilfe erhalten, um ihre unmittelbaren Kosten zu decken.

03.02.2026

Di 19:35

Zwei Schwerverletzte machen Fortschritte

Die beiden Brandopfer, die in der BG Unfallklinik Ludwigshafen behandelt werden, sind auf dem Weg der Besserung. Eine Person konnte nach zwei Operationen bereits nach Australien zurückkehren, die zweite liegt noch auf der Intensivstation, befindet sich laut Klinik aber «auf einem guten Weg». Die bislang letzte große Operation wurde Ende Januar abgeschlossen, eine abschließende Prognose ist ab Mitte Februar möglich.

Beide Betroffene wurden mit modernen Verfahren behandelt, darunter Hauttransplantationen und das Aufsprühen körpereigener Hautzellen zur schnelleren Heilung. Seit der zweiten Januarwoche sind sie bei Bewusstsein und wirken aktiv an der Therapie mit.

02.02.2026

Mo 12:49

Verstorbener Teenager (18) war mit «Krankenhaus-Keim» infiziert

Am Samstag ist die Zahl der Todesopfer auf 41 angestiegen. Im Unispital Zürich ist ein 18-Jähriger verstorben. Mehrere Medien berichten nun, der Teenager habe sich mit einem «Krankenhaus-Keim» infiziert.

Marcel Schlatter, Sprecher des Unispitals Zürich, bestätigt gegenüber dem Blick diese Information. Er könne jedoch nicht bestätigen, dass er an den Folgen der Infektion verstarb. Inside Paradeplatz berichtete zuerst.

Ein weiteres Brandopfer hat sich ebenfalls mit dem Acinetobacter baumannii infiziert. Es handle sich um eine Infektion, die immer wieder bei Patienten mit schweren Brandverletzungen auftritt. Laut Schlatter konnten weitere Übertragungen verhindert werden. Der Keim kann zu einer Lungenentzündung, Harnwegsinfektionen, Wundinfektionen oder einer Sepsis führen. Die Behandlung der Acinetobacter-baumannii-Infektionen durch Antibiotika wird durch die zunehmende Resistenzentwicklung erschwert.

Am Samstag ist im Unikrankenhaus Zürich ein 18-Jähriger verstorben.
Am Samstag ist im Unikrankenhaus Zürich ein 18-Jähriger verstorben.Moritz Hager

02.02.2026

Mo 10:28

Basketballclub trauert

Die Nachricht über den Tod von A. erschüttert den Basketballclub «Pully Lausanne Foxes» zutiefst. Am Samstag ist der 18-Jährige aus der Region Lausanne seinen schweren Verletzungen im Universitätsspital Zürich erlegen. Er war Teil der U20-Mannschaft.

Der Basketballclub hat am nationalen Trauertag vom 9. Januar an der Schweigeminute teilgenommen und ein schwarz-weißes Bild davon auf Instagram gepostet. Damals wünschte man dem Spieler «gute Besserung» und schrieb, dass sich der 18-Jährige nach neuesten Informationen in einem stabilen Zustand befinden soll.

Am Montag wurde nun bekannt: A. hat sich mit sogenannten «Krankenhaus-Keim» infiziert. Ob der 18-Jährige an den Folgen dieser Infektion verstarb, ist noch unklar.

01.02.2026

So 13:35

Das Feuer fordert ein 41. Opfer

Die Zahl der Todesopfer ist weiter gestiegen. Ein 18-jähriger Schweizer ist am Samstag in einem Krankenhaus in Zürich an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf 41.

Wie die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis in einer Mitteilung erklärte, erlag der junge Mann am 31. Januar seinen Verletzungen.

30.01.2026

Fr 14:21

«Jessica Moretti stand da und weinte. Sie hat niemandem geholfen»

Die 18-jährige Roze lag zweieinhalb Wochen im Koma. Nun meldet sie sich erstmals bei Het Laatste Nieuws zu Wort. Derzeit wird sie in einem Verbrennungszentrum in Belgien behandelt. Zusammen mit ihrer Freundin Nouran besuchte sie das Le Constellation. Sie seien von Jessica Moretti als Fotografinnen engagiert worden. Roze sei für ein paar Fotos in den Keller gegangen.

Daraufhin habe sie ihren «Kopf gedreht und plötzlich Feuer an der Decke gesehen». Sie sei sofort nach oben gerannt und habe «Es brennt! Es brennt!» gerufen. Roze habe schließlich durch ein zerbrochenes Fenster aus der Bar flüchten können. Anschließend habe sie sich entschieden, gemeinsam mit weiteren Helfern Menschen, die bei der Eingangstür am Boden lagen, nach draußen zu bringen. Auch ihre beste Freundin Nouran habe sie retten können.

«Sie stand da, weinte und sah zu»

Roze erlitt schwerste Verletzungen. «Im schlimmsten Fall dauert es zwei Jahre, bis ich meine Hände wieder benutzen kann. Im Moment kann ich gar nichts alleine tun, nicht einmal auf die Toilette gehen», erzählt sie. Auch psychisch sei die Situation sehr belastend.

Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen die Barbesitzerin: «Sie hat niemandem geholfen. Die Leute waren in undenkbaren Zuständen und schrien... Sie hätte ihnen helfen können», sagt Roze. «Sie stand da, weinte und sah zu, wie ihre Bar abbrannte, ohne Hilfe zu leisten. Dieses Bild werde ich nie vergessen, es erschüttert mich zutiefst.» Sie könne nicht nachvollziehen, weshalb Moretti den Feuerlöscher hinter der Bar nicht hervorgeholt habe.

Eine Überlebende erhebt schwere Vorwürfe gegen Jessica Moretti (Mitte).
Eine Überlebende erhebt schwere Vorwürfe gegen Jessica Moretti (Mitte).Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
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30.01.2026

Fr 14:16

Das sind die vier Beschuldigten

Zurzeit wird gegen vier Personen ermittelt. Einer von ihnen ist aktuell für den öffentlichen Sicherheitsdienst der Gemeinde Crans-Montana zuständig und hat am 3. Januar den Ermittlungsbehörden die städtebaulichen und verwaltungsrechtlichen Unterlagen zum Lokal Le Constellation übermittelt. Er ist als Brandschutzverantwortlicher unter anderem für die Kontrolle der Einrichtungen zuständig.

Der andere war sein Vorgänger in dieser Funktion. Er arbeitet weiterhin als Sicherheits- und Brandschutzkontrolleur in mehreren anderen Walliser Gemeinden, wie der Blick berichtet. Die beiden weiteren Beschuldigten sind die Betreiber der Bar: das Ehepaar Jacques und Jessica Moretti:

AFP

30.01.2026

Fr 09:18

Brandopfer Eleonora P. darf Krankenhaus verlassen

Die 29-jährige Eleonora P. wurde schwer verletzt. Nachdem sie fast einen Monat in verschiedenen Krankenhäusern verbracht hatte, wurde sie nun schließlich entlassen. Der Weg zur Genesung sei noch lange nicht abgeschlossen: «Ich werde häufig für Verbandswechsel und notwendige Kontrollen zurückkehren», sagt sie. An ihrer rechten Hand habe man eine Hauttransplantation durchführen müssen. Der Heilungsprozess könne noch mehrere Jahre dauern, so die Italienerin.

30.01.2026

Fr 08:00

Neun Brandopfer noch auf Reanimationsstationen

Von den ursprünglich zwanzig in Frankreich aufgenommenen Brandopfer befinden sich neun noch immer auf Reanimationsstationen, wie Sudinfo unter Berufung auf das Gesundheitsministerium schreibt. Von den übrigen Patientinnen und Patienten konnten bisher fünf nach Hause und sechs werden noch intensivmedizinisch betreut.

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