Iran-Krieg: Iran stellt USA Ultimatum am Hormus

Werbung

Aktualisiert 23. September 2026, 18:27Iran-Krieg
Iran stellt USA Ultimatum am Hormus

Am 28. Februar 2026 haben Israel und die USA den Iran angegriffen. Das Land reagierte mit Gegenangriffen. Die Entwicklungen im L'essentiel-Ticker.
L'essentiel und Agenturen
von
L'essentiel und Agenturen
Bevorzugte Quelle

Darum geht's

Deine Meinung zählt

23.09.2026

Mi 18:26

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus von USA abhängig

Der Iran hat eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen gegenüber den USA geknüpft. «Solange unsere Bedingungen nicht erfüllt sind, wird die Straße von Hormus nicht geöffnet und wir werden nicht verhandeln», sagte Mohsen Resai, Generalsekretär des mächtigen iranischen Sicherheitsrats. Sieben Bedingungen seien Washington bei indirekten Gesprächen übermittelt worden. Welche das sind, sagte Resai nicht.

Zugleich erklärte Resai, die USA seien für den Iran nicht vertrauenswürdig. Trump griff er nach dessen Rede vor der UN-Generalversammlung scharf an und bezeichnete den Iran als Trumps «größtes Problem».

23.09.2026

Mi 17:44

Wichtiges Nadelöhr bleibt trotz Huthi-Vormarsch offen

Trotz der jüngsten Huthi-Offensive im Jemen bleibt die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab für den internationalen Schiffsverkehr passierbar. Vergangene Woche wurden laut Marine Traffic mehr als 230 Durchfahrten registriert. Der Verkehr habe sich nach einem kurzzeitigen Rückgang auf einem niedrigeren, aber stabilen Niveau eingependelt.

Befürchtungen, nach der Straße von Hormus könnte damit ein weiteres wichtiges Nadelöhr des Welthandels faktisch geschlossen werden, haben sich bislang nicht bestätigt. Die Huthi versichern internationalen Handelsschiffen eine sichere Durchfahrt, halten jedoch an ihrer im Juli verhängten Blockade saudischer Schiffe fest.

23.09.2026

Mi 16:56

Irans Präsident kontert Trumps Vernichtungsdrohung

Irans Präsident Massud Peseschkian hat bei der UN-Generaldebatte vor einer Weltordnung gewarnt, in der militärische Macht und Sanktionen Diplomatie und internationales Recht verdrängen. «Iran streckt der Welt die Hand zur Zusammenarbeit entgegen. Wir rufen die Welt nicht zu einem weiteren Krieg auf, sondern zu Frieden und Gerechtigkeit», sagte er in New York.

Zugleich reagierte Peseschkian auf die Drohungen von US-Präsident Trump gegen den Iran. Diese würden sein Land nicht einschüchtern, sondern den Zusammenhalt und Widerstand der Iraner stärken. Trump hatte am Vortag vor den UN mit einer «Vernichtung» der Islamischen Republik gedroht, falls kein Abkommen zustande komme.

Heather Khalifa/FR172147 AP/AP/dpa
Werbung

23.09.2026

Mi 14:50

Behörde: Frachtschiff in Straße von Hormus in Flammen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde ein Schiff von einem unbekannten Projektil getroffen. Das Schiff stehe treibend in Flammen. Die Besatzung sei evakuiert worden. UKMTO meldete zwei Opfer. Es war zunächst nicht klar, ob es sich dabei um Tote oder Verletzte handelte.

23.09.2026

Mi 09:00

US-Sanktionen treffen iranischen Flugverkehr

Angesichts weitreichender US-Sanktionen muss der Iran internationale Flüge in der Region streichen. Flughäfen im irakischen Bagdad und Maskat im Oman würden keine iranischen Flüge mehr annehmen, berichtete die Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf die iranische Luftfahrtbehörde.

Man arbeite daran, Flüge in den Irak an einen anderen Flughafen umzuleiten, sagte demnach ein Sprecher der Behörde. Auch Flüge iranischer Fluggesellschaften ins benachbarte Aserbaidschan seien ab sofort aufgehoben, berichtete die Zeitung Shargh unter Berufung auf Azerbaijan Airlines. Noch am Dienstag hatte die iranische Luftfahrtbehörde angegeben, es seien keine Flugstreichungen bekannt.

US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Seinen Worten nach sollten ab Mittwoch alle iranischen Fluggesellschaften weltweit stillgelegt werden. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen. Die Aussagen folgten auf neue weitreichende US-Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor vor zwei Wochen.

22.09.2026

Di 22:35

Trump: Vertreter der USA und des Irans haben sich getroffen

Vertreter der USA und des Irans haben sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch sei «sehr gut» gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen.

22.09.2026

Di 17:26

Trump droht mit «Hölle ohne Überlebenschance»

Trump hat dem Iran eine drastische Alternative gestellt: Ein Abkommen könne dem Land eine Rückkehr zu wirtschaftlicher Stärke ermöglichen. Entscheide sich Teheran dagegen für eine Fortsetzung des Kriegs, drohe eine «Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Größe oder nachfolgende Generationen». Trotz seiner Drohung rechnet Trump nach eigenen Angaben mit einer diplomatischen Einigung. Er glaube, dass Teheran nach den US-Kongresswahlen im November ein Abkommen abschließen werde.

Werbung

22.09.2026

Di 17:09

Trump verteidigt seinen Iran-Krieg vor UN

Trump hat vor der UN-Vollversammlung den Krieg gegen den Iran verteidigt und eine «vollständige wirtschaftliche Isolation» Teherans gefordert. Diese solle gelten, bis der Iran Angriffe auf die Handelsschifffahrt einstelle, seine nuklearen Ambitionen aufgebe und keine terroristischen Gruppen mehr unterstütze. Der Iran sei einst «der Tyrann des Nahen Ostens» gewesen, «nun aber nicht mehr», sagte Trump.

Zugleich erklärte Trump, die USA hätten Europa vor der iranischen Raketenbedrohung bewahrt. Der Iran habe Raketen entwickelt, die Europa erreichen könnten, und zugleich nach der Atombombe gestrebt. Die US-Angriffe auf iranische Atomanlagen hätten diese Gefahr beseitigt, behauptete Trump.

AFP

22.09.2026

Di 15:40

Guterres zu Nahost-Konflikten: «Genug ist genug»

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten ein Ende der Gewalt gefordert. Vereinbarte Waffenruhen seien kaum mehr als «weniger Beschuss» gewesen, während die Zivilbevölkerung weiter den Preis zahle, sagte Guterres zum Auftakt der UN-Generaldebatte in New York. «Genug ist genug.»

Bis einschließlich Montag – mit einer Pause am Sonntag – sollen bei der Generaldebatte rund 120 Staats- und Regierungschefs Reden halten.
Bis einschließlich Montag – mit einer Pause am Sonntag – sollen bei der Generaldebatte rund 120 Staats- und Regierungschefs Reden halten.Michael Kappeler/dpa

22.09.2026

Di 13:40

UN warnt vor neuer Massenflucht im Jemen

Seit Anfang September sind im Jemen nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 130.000 Menschen wegen der schweren Kämpfe innerhalb des Landes geflohen. In den kommenden drei Monaten könnte die Zahl der Binnenvertriebenen auf mehr als 230.000 steigen. Besonders betroffen ist die Provinz Tais an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab.

Weitere mehr als 3000 Menschen sind bereits ins ostafrikanische Dschibuti geflohen. Das UNHCR rechnet dort innerhalb des nächsten halben Jahres mit bis zu 10.000 Geflüchteten.

22.09.2026

Di 13:38

Iran will seine Airlines trotz Sanktionen weiterfliegen lassen

Der Iran will seine internationalen Flugverbindungen trotz des verschärften Drucks der USA aufrechterhalten. Bislang sei kein Auslandsflug iranischer Airlines gestrichen worden, erklärte die iranische Luftfahrtbehörde. Auch Iran Air teilte mit, aus der Türkei, dem Irak und Aserbaidschan keine Anweisung zur Aussetzung von Flügen erhalten zu haben.

US-Finanzminister Scott Bessent hatte angekündigt, iranische Fluggesellschaften ab morgen weltweit faktisch stilllegen zu wollen. Ausländischen Unternehmen drohen Sanktionen, wenn sie iranischen Airlines unter anderem Treibstoff, Bodenabfertigung oder Ticketverkauf ermöglichen. Die USA hatten Anfang September bereits die verbliebenen aktiven iranischen Airlines mit Sanktionen belegt.

22.09.2026

Di 10:01

Justiz geht gegen angebliche Staatsfeinde vor

Im Zuge ihrer Kampagne gegen Regierungskritiker hat die iranische Justiz Vermögen und Eigentum von fast 400 Menschen beschlagnahmt. Insgesamt sei ihnen der Zugriff auf 2191 Konten und 39 Fahrzeuge entzogen worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Teheran.

Die Justiz begründete den Schritt damit, gegen angebliche Staatsfeinde vorzugehen. So sollen die Betroffenen mit dem Feind und «konterrevolutionären Kräften» kooperiert haben. In welchem Zeitraum die Staatsanwaltschaft gegen die Kritiker vorgegangen ist, war zunächst nicht bekannt. Zuvor sollen Regierungsgegnern bereits 143 Immobilien entzogen worden sein.

Zu den Identitäten gab es keine genauen Angaben. In dem Bericht bei Tasnim hieß es jedoch, auch Medienschaffende seien betroffen gewesen, die für Exil-Portale arbeiteten. Außerdem sei Vermögen von «Aktivisten und Betreibern feindlich gesinnter Medien» sowie «verräterischen Persönlichkeiten» im Ausland beschlagnahmt worden.

22.09.2026

Di 09:49

Luftangriffe auf Huthi-Stellungen im Jemen

Im Jemen führen Regierungstruppen und ihre Verbündeten weiter heftige Gefechte gegen die Huthi-Miliz. Regierungstruppen flogen nach eigenen Angaben mehrere Luftangriffe auf Stellungen der Huthi in der Provinz Tais. Bei den Angriffen seien Ziele im Süden der Provinz sowie in der Hafenstadt Mokka am Roten Meer getroffen worden, teilte die Regierung mit. Es soll Opfer und Sachschäden gegeben haben.

Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von saudischen Luftangriffen auf Mokka. Dabei seien sieben Menschen, darunter zwei Kinder, getötet und sechs weitere verletzt worden, hieß es. Der Sender warf der von Saudi-Arabien geführten Koalition vor, Wohnhäuser angegriffen zu haben. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Al-Masirah meldete darüber hinaus saudische Raketenangriffe auch in der nördlichen Provinz Saada, eine der wichtigsten Hochburgen der Huthi.

Der Konflikt im Jemen ist in den vergangenen Wochen im Zuge des Iran-Krieges neu entfacht worden. Saudi-Arabien kämpft der Seite der international anerkannten Regierung gegen die Huthi-Rebellen und führt dazu ein Militärbündnis im Jemen an. Auch Saudi-Arabien ist seit der jüngsten Eskalation wieder unter Beschuss der Huthi-Miliz geraten.

21.09.2026

Mo 16:00

Iranische Airlines geraten weiter unter US-Druck

Die USA wollen den Druck auf iranische Fluggesellschaften weiter erhöhen. Finanzminister Scott Bessent kündigte an, dass iranische Airlines ab Mittwoch «weltweit lahmgelegt» werden sollen. Staaten und Unternehmen, die den Fluggesellschaften etwa Kerosin oder Bodenabfertigung bereitstellen, droht demnach der Ausschluss aus dem US-Finanzsystem. Das US-Finanzministerium hatte Anfang September bereits die verbliebenen aktiven iranischen Airlines mit Sanktionen belegt und vor Konsequenzen für ausländische Unterstützer gewarnt.

Abedin Taherkenareh/EPA/dpa
Werbung

21.09.2026

Mo 12:07

Schiff angegriffen worden

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Militärquellen mitteilte, sei ein in den Persischen Golf einfahrender Tanker von einem Geschoss getroffen worden.

Zwei Besatzungsmitglieder seien leicht verletzt, Schäden für die Umwelt seien derzeit nicht bekannt, hieß es weiter. Das Schiff sei unterwegs zu einem Hafen.

Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend. Laut US-Medien eskortiert das US-Militär jedoch immer wieder erfolgreich Schiffe entlang der omanischen Küste durch die Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.

20.09.2026

So 19:35

Irans Militär richtet Drohungen an USA und Co.

Das iranische Militär warnt die USA vor neuen Angriffen auf das Land. Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, alle Stützpunkte und Interessen der USA in der Region würden ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme kontinuierlichen, wirksamen und schmerzhaften Angriffen ausgesetzt sein. Alle Länder in der Region, die einen Angriff der USA unterstützten, würden als Komplizen betrachtet. Sie könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten.

Das Militär beruft sich auf unbestätigte Berichte über ein Treffen von US-Vertretern in einem europäischen Land, bei dem Vereinbarungen über erneute Angriffe auf den Iran getroffen worden sein sollen. Einige arabische Länder in der Region sollen grünes Licht gegeben haben.

Der Generalsekretär des mächtigen Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Mohsen Resai, drohte in einem Interview des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera, dass der Iran im Falle neuer Attacken US-Schiffe überall im Indischen Ozean angreifen werde. Das Militär habe diese Fähigkeiten erworben.

20.09.2026

So 15:34

Iran verfügt Schließung von französischem Sprachzentrum in Teheran

Wegen des Vorwurfs «illegaler Aktivitäten» haben die iranischen Behörden die Schließung eines an die französische Botschaft angegliederten Sprachinstituts angeordnet. Das Centre de langue française (CLF) sei «illegal» und habe «seit Jahren unter dem Deckmantel der Fremdsprachenvermittlung operiert», hieß es in einer am Sonntag von der Justiz-Nachrichtenagentur Misan verbreiteten Erklärung. Die Teheraner Staatsanwaltschaft habe daher dessen Schließung verfügt.

Das CLF habe «seinen Status als Sprach-Lehranstalt missbraucht» und versucht, innerhalb der iranischen «Elite» ein Netzwerk aufzubauen und dessen Mitgliedern die Ausreise aus dem Iran zu ermöglichen, erklärte die Justiz weiter. Dabei handele es sich um «illegale Aktivitäten, die diplomatische Konventionen verletzen».

20.09.2026

So 09:50

Teheran fordert US-Konzessionen vor neuen Verhandlungen

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf knüpft eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus an die vorherige Erfüllung aller Bedingungen durch die USA. Solange dies nicht geschehe, werde es außerdem auch keinen Weg zurück zum früheren Stand von Verhandlungen geben, sagte Irans Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Irans Positionen seien klar und nicht verhandelbar.

Zuvor hatte Irans oberster Sicherheitskoordinator, Mohsen Resai, die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommen signalisiert. Der Generalsekretär des mächtigen Nationalen Sicherheitsrats im Iran nannte im Gespräch mit dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera dafür sieben Voraussetzungen.

Unter anderem verlangt Teheran, dass die USA eingefrorene Vermögenswerte freigeben, den Krieg an allen Fronten beenden und ihre Blockade iranischer Häfen und Schiffe aufheben. Zudem fordert die iranische Führung, dass sich Washington nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischt.

18.09.2026

Fr 04:23

Iran nimmt Öltanker in Straße von Hormus fest

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben staatlicher Medien den unter der Flagge Togos fahrenden Öltanker «Trend» in der Straße von Hormus angegriffen und festgesetzt. Die Nachrichtenagentur Irna wirft dem Schiff eine «illegale Durchfahrt» durch die strategisch wichtige Meerenge vor. Zuvor soll an Bord ein Feuer ausgebrochen sein.

Bereits am Donnerstag hatte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO einen Sicherheitsvorfall rund 30 Kilometer vor der omanischen Küste gemeldet. Ob sich die Meldung auf die «Trend» bezog, ist bislang unklar.

17.09.2026

Do 20:25

Italien will eigene Schiffe am Bab al-Mandab schützen

Angesichts der sich zuspitzenden Lage in der Meerenge Bab al-Mandab hat Italien angekündigt, die Durchfahrt italienischer Schiffe mit Hilfe der Marine zu gewährleisten. Das Land wolle dabei nicht auf eine gemeinsame Entscheidung der EU warten, teilte der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto mit. «Wir verfügen über die Fähigkeiten, die Durchfahrt zu schützen.»

Wenn die Seeroute nicht befahren werden könne, habe das erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, warnte Crosetto. «Wir dürfen nicht zulassen, dass bürokratische Entscheidungsverzögerungen eine ohnehin schon komplexe Situation verschärfen.»

AFP

17.09.2026

Do 11:07

UN bewertet zwei US-Angriffe als mögliche Kriegsverbrechen

Zwei US-Luftangriffe in der frühen Phase des Iran-Kriegs könnten nach Einschätzung einer UN-Kommission als Kriegsverbrechen eingestuft werden. Luftangriffe auf eine Mädchenschule in Minab im Süden des Landes sowie ein separater Angriff auf einen Sportkomplex in der Provinz Fars seien willkürliche Angriffe mit tödlichen Folgen für die Zivilbevölkerung, heißt es in einem Bericht einer unabhängigen UN-Untersuchungsmission. US-Streitkräfte hätten dabei nicht nur aufgrund veralteter Informationen gehandelt.

Werbung

16.09.2026

Mi 05:01

Iran verspottet USA wegen Munitionsengpässen

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat mit Spott auf einen US-Bericht über Munitionsengpässe und militärische Verluste reagiert. Hunderte US-Militäreinrichtungen seien «in Stücke geschossen» und Dutzende Flugzeuge verbrannt worden, schrieb er auf X. Die Behauptung, der Iran sei wehrlos, bezeichnete er als «Fiktion».

Eine Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums hatte zuvor «strategische Bestandslücken» bei der Munition eingeräumt. Der Krieg kostete die USA demnach bis Ende Juni 33,4 Milliarden Dollar, davon mehr als 22 Milliarden für Munition. Auch eine THAAD-Radarstation im Wert von 500 Millionen Dollar sei durch Iran zerstört worden.

16.09.2026

Mi 04:28

US-Regierung rät von Reisen nach Saudi-Arabien ab

Die US-Regierung rät ihren Staatsbürgern von Reisen nach Saudi-Arabien ab und hat für das gesamte Land die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Als Gründe nennt das Außenministerium unter anderem das Risiko iranischer Drohnen- und Raketenangriffe auf US-Einrichtungen, bewaffnete Konflikte und die Gefahr von Terroranschlägen.

Für Gebiete nahe der Grenze zum Jemen gilt die höchste Warnstufe. Hintergrund sind die jüngsten Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien.

16.09.2026

Mi 02:49

Huthi greifen erstmals seit 2017 Mekka an

Die saudi-arabische Luftabwehr hat nach Militärangaben nahe der Stadt Mekka eine Drohne der jemenitischen Huthi-Miliz abgefangen und zerstört. Bereits am Dienstag hatten die Behörden in Mekka erstmals seit der jüngsten Eskalation Alarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, Ruhe zu bewahren.

Nach Angaben des saudisch geführten Militärbündnisses war es der erste Huthi-Angriff auf Mekka seit 2017. Die mit dem Iran verbündete Miliz greift im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele in Saudi-Arabien an.

15 Kommentare