Iran-Krieg: Flugverkehr in Dubai soll wieder anlaufen

Iran-KriegAktualisiert 02. März 2026, 16:43Flugverkehr in Dubai soll wieder anlaufen

Am Samstagmorgen haben Israel und die USA den Iran angegriffen. Das Land reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und andere Länder der Region.

L'essentiel und Agenturen
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Montag, 02.03.2026
17:01

Iran: 500 Ziele mit Bezug zu USA und Israel angegriffen

Der Iran hat nach Angaben seiner Revolutionsgarden bislang 500 mit den USA und Israel verbundene Ziele in Nahost angegriffen. «Seit Beginn des Konflikts haben die tapferen Soldaten der iranischen Streitkräfte 60 strategische Ziele und 500 Ziele des amerikanischen Militärs und Ziele des zionistischen Regimes attackiert», erklärten die Revolutionsgarden unter Verwendung von Teherans Bezeichnung für den Staat Israel. Zudem seien mehr als 700 Drohnen und Hunderte Raketen abgefeuert worden.

16:42

«Begrenzter» Flugverkehr in Dubai

Nach zahlreichen Stornierungen bieten die Vereinigte Arabische Emirate nun Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Die Zivilluftfahrtbehörde forderte in einer Erklärung betroffene Passagiere auf, auf eine Benachrichtigung über ihre neue Abflugzeit zu warten. Die Fluggesellschaft Emirates und die Low-Cost-Airline Flydubai kündigten jeweils für Montagabend eine Reihe von Flügen an. Emirates erklärte, zunächst würden Passagiere mit bereits bestehenden Buchungen bevorzugt berücksichtigt. Kundinnen und Kunden, die auf einen der eingeschränkt angebotenen Flüge umgebucht worden seien, würden direkt von der Airline informiert.

Zugleich riefen sowohl Emirates als auch die Zivilluftfahrtbehörde Reisende dazu auf, nicht zum Flughafen zu kommen, sofern sie keine entsprechende Benachrichtigung erhalten hätten. Dadurch sollten Menschenansammlungen vermieden und ein reibungsloser Ablauf der Maßnahmen gewährleistet werden. Etihad Airways, die vom Flughafen in Abu Dhabi abfliegt, strebt die Wiederaufnahme des Flugbetriebs ab Dienstag an. Aus Luxemburg haben mittlerweile rund 480 Personen ihren Aufenthalt in der Nahost-Region registriert.

Passagiere, die durch die Schließung des internationalen Flughafens von Dubai gestrandet sind, warten auf dem Flughafenparkplatz.

Passagiere, die durch die Schließung des internationalen Flughafens von Dubai gestrandet sind, warten auf dem Flughafenparkplatz.

Altaf Qadri/AP/dpa
16:36

Israels Armee-Chef droht Hisbollah mit «vernichtendem Schlag»

Israels Generalstabschef Ejal Zamir hat der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einem «vernichtenden Schlag» gedroht. Das israelische Militär werde seinen Einsatz nicht beenden, solange «die Bedrohung aus dem Libanon» nicht beseitigt sei, sagte Zamir Armeeangaben zufolge bei einer Lagebesprechung. Israel werde weiterhin auf die im Rahmen eines Waffenruhe-Abkommens vereinbarten Entwaffnung der vom Iran unterstützten Miliz pochen, so der israelische Armeechef.

Zamir rief die zuständigen Kommandeure der Armee zugleich dazu auf, alle ihnen zur Verfügung stehenden Kräfte für die Verteidigung und Offensive zu nutzen, also konkret «Boden-, Feuer-, Luft- und Seefähigkeiten». Gerichtet an die Menschen im Norden des Landes, der an den Libanon grenzt, sagte er, Israels Armee kontrolliere den Luftraum des Nachbarlandes und werde jede erkannte Bedrohung beseitigen. «Wir werden diesen Einsatz nicht nur damit beenden, dass der Iran getroffen worden ist, sondern auch damit, dass Hisbollah einen vernichtenden Schlag erleidet», so der israelische Armeechef.

Die Schiitenorganisation hatte zuvor als Vergeltung für die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei Raketen Richtung Israel abgefeuert.

16:30

EU sieht bisher keine Fluchtbewegungen aus Iran

Die EU-Kommission sieht trotz des Krieges im Iran bisher keine Anzeichen für massenhafte Migration aus dem Land. «Aktuell beobachten wir noch keine größeren Bewegungen an den Außengrenzen Irans», teilte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner mit. Man verfolge die Situation und stehe mit den Partnern im Nahen Osten sowie internationalen Organisationen in engem Austausch. «Mit den neuen Regeln für ein gemeinsames europäisches Asylsystem haben wir einen klaren Krisenmechanismus geschaffen, damit Europa vorbereitet ist und rasch handeln kann», fügte er hinzu.

15:39

Iranische Medien: Ehefrau von Chamenei ihren Verletzungen erlegen

Iranische Medien haben den Tod der Ehefrau des getöteten geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gemeldet. Zwei Tage nach dem US-israelischen Angriff auf Chameneis Residenz in Teheran sei seine Frau, Mansureh Chodschasteh Baghersadeh, am Montag ihren Verletzungen erlegen, berichteten mehrere iranische Medien.

Die 79-Jährige hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seit dem Angriff im Koma gelegen. Neben Chamenei selbst sind auch seine Tochter, sein Schwiegersohn und seine Enkelin tot.

Der Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei löst weltweit gegensätzliche Reaktionen aus. Von Staatstrauer in Teheran bis zu Feiern in London und Sydney.

14:46

Caine: USA haben Luftraum über dem Iran unter Kontrolle

Die USA haben nach Angaben von Generalstabschef Dan Caine den iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. «Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen», sagte Caine in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth. Ein Einsatz von Bodentruppen sei nicht geplant, sagte Hegseth.

14:46

Israelisches Militär: bisher 600 Stellungen im Iran angegriffen

Seit Beginn des Angriffs gegen den Iran hat die israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600 Stellungen im Iran angegriffen. Darunter seien mehr als 20 Ziele iranischer Militärführer, mehr als 150 Boden-Boden-Raketen und über 200 iranische Luftverteidigungssysteme, hieß es in einer Mitteilung. Im Libanon seien bisher mehr als 30 Hisbollah-Ziele angegriffen worden.

Die pro-iranische Miliz im Libanon hatte mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Aus dem Iran wurden zahlreiche Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, aber auch auf US-Ziele in den Golfstaaten.

Bisher seien mehr als 110.000 israelische Reservisten in Vorbereitung auf Kämpfe an mehreren Fronten mobilisiert worden, hieß es weiter.

14:43

Deutschland schickt Charterflugzeuge zur Evakuierung

Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU), «also Orte, von denen noch geflogen werden kann».

14:42

Caine: Einsatz dürfte länger dauern

Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran wird sich nach Angaben des US-Generalstabschefs Dan Caine noch in die Länge ziehen. «Das ist kein Einsatz, der nach einer Nacht abgeschlossen ist», sagte er bei einer Pressekonferenz. Es werde einige Zeit in Anspruch nehmen, um alle militärischen Ziele zu erreichen. Caine warnte bei der Pressekonferenz zudem davor, dass er mit weiteren Verlusten rechne. Kurz zuvor hatte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) bekanntgegeben, dass mittlerweile vier US-Soldaten bei dem Einsatz getötet worden seien.

Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump vermutet, dass der Krieg mit dem Iran noch vier Wochen dauern könnte. Von Anfang an sei man davon ausgegangen, dass es etwa vier Wochen gehen würde, sagte Trump laut «Daily Mail» in einem Telefoninterview. Der Iran sei ein großes Land. «Es wird vier Wochen dauern – oder weniger.»

US-Generalstabschefs Dan Caine

US-Generalstabschefs Dan Caine

Alex Brandon/AP/dpa
14:42

Hegseth kritisiert «traditionelle Verbündete» scharf

Nach der Eskalation im Nahen Osten hat US-Kriegsminister Pete Hegseth scharfe Kritik an den früheren Partnern der Vereinigten Staaten geübt. Mit Blick auf Israel sagte er in Washington: «Fähige Partner, wie wir von Anfang an gesagt haben, fähige Partner sind gute Partner.» Im Gegensatz dazu stehen ihm zufolge die «traditionellen Verbündeten», die sich empört geben und «beim Einsatz von Gewalt nur zögern und zaudern.»

Konkrete Länder nannte Hegseth in seiner Ansprache nicht. «Amerika, unabhängig davon, was sogenannte internationale Institutionen sagen, entfesselt die tödlichste und präziseste Luftangriffskampagne der Geschichte.»

AFP
14:38

Hegseth: Ziel von Iran-Einsatz ist nicht Machtwechsel

Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge nicht zu einem Machtwechsel in Teheran führen. «Dies ist kein sogenannter ‹Regimewechselkrieg›, aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran», sagte er bei einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass die USA nicht den Krieg begonnen hätten – «aber unter Präsident (Donald) Trump beenden wir ihn.»

14:32

Estlands Verteidigungsminister sitzt im Oman fest

Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur sitzt infolge des Iran-Krieges im Nahen Osten fest. Der Politiker des baltischen EU- und Nato-Landes befindet sich nach eigenen Angaben gegenwärtig im Oman. Dorthin sei er am Wochenende aus Dubai gereist. Weil viele Fluggesellschaften ihre Flüge in die Region ausgesetzt haben, könne er aber nicht nach Estland zurückkehren. «Im Moment gibt es keine Flüge. Wir nehmen es, wie es kommt. Wir wissen nicht, wie oder wann wir nach Hause kommen werden», sagte Pevkur dem estnischen Rundfunk.

Der Minister war Medienberichten zufolge erst am Freitag in den Urlaub nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten geflogen. Kritik an der Reise, die er trotz bestehender Reisewarnungen angetreten hatte, wies der Minister zurück.

Alexander Welscher/dpa (Archivbild)
14:30

China bekräftigt Freundschaft mit Iran

China hat Iran in der aktuellen Krise Unterstützung zugesichert und zugleich die USA und Israel zu einem sofortigen Stopp der Militäraktionen aufgefordert. Außenminister Wang Yi bekräftigte nach chinesischen Angaben in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi die «traditionelle Freundschaft» zwischen beiden Ländern.

Wang sagte weiter, China unterstütze das Land bei der Wahrung seiner Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität. Peking habe die USA und Israel aufgefordert, die militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation zu vermeiden und eine Ausweitung der Kämpfe auf den gesamten Nahen Osten zu verhindern.

Chinas Außenminister Wang Yi.

Chinas Außenminister Wang Yi.

Johannes Neudecker/dpa (Archivbild)
14:23

Zahl toter US-Soldaten steigt auf vier

Die Zahl getöteter US-Soldaten gestiegen. Eine vierte Person sei ihren schweren Verletzungen erlegen, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit.

13:43

IAEA-Chef: Kein Atomprogramm, kein Angriff auf Atomanlage

Aus Sicht der UN-Atomwächter hat es keine Anzeichen für ein Kernwaffen-Projekt im Iran gegeben. «Wir sehen kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen», antwortete der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde auf einer Pressekonferenz in Wien. US-Präsident Trump hatte als Begründung für die jüngsten Angriffe auf den Iran unter anderem behauptet, dass die Islamische Republik dabei sei, ihr Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen. Grossi schloss aber nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge auf politischen Erwägungen beruhten, oder auf weiteren Informationen zum iranischen Atomprogramm, die der IAEA nicht vorlägen.

Angesichts des Umfangs des Atomprogramms müssten IAEA-Inspektionen jedenfalls so bald wie möglich wiederaufgenommen werden, betonte Grossi. Gewalt sei nicht wünschenswert, aber «eine Tatsache des Lebens», sagte der IAEA-Chef, der für den Posten des UN-Generalsekretärs kandidiert. Es sei nicht an ihm, die Begründungen für die Anwendung von Gewalt zu rechtfertigen oder nicht zu rechtfertigen, so Grossi. Entgegen der Angaben des Iran, dass am Sonntag der Atom-Komplex in Natans attackiert worden sei, beharrte der IAEA-Chef darauf, dass es bislang keine signifikanten Angriffe auf Nuklearanlagen im Iran gegeben habe. Er berief sich dabei auf Satelliten-Aufnahmen.

Laut Grossi gab es bislang keine signifikanten Angriffe auf Nuklearanlagen im Iran.

Laut Grossi gab es bislang keine signifikanten Angriffe auf Nuklearanlagen im Iran.

AFP
13:27

Athen entsendet Fregatten und Kampfbomber nach Zypern

Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt von Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine militärische Unterstützung für die benachbarte EU-Inselrepublik. Wie Verteidigungsminister Nikos Dendias dem griechischen Rundfunk (ERTNews) sagte, wird Athen zwei Fregatten sowie zwei F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern verlegen.

Die Kriegsschiffe seien mit modernen Luft- und Drohnenabwehrsystemen ausgestattet.

Die Kriegsschiffe seien mit modernen Luft- und Drohnenabwehrsystemen ausgestattet.

Thanassis Stavrakis/Pool AP/dpa (Symbolbild)

In der Nacht zum Montag war es auf Zypern zu einem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt in der Nähe der Hafenstadt Limassol gekommen. Zu möglichen Hintergründen oder Verantwortlichen lagen zunächst keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Drohne war vom Typ «Shahed», wie der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mitteilte. Diese Drohnen werden hauptsächlich im Iran produziert.

13:22

Deutsche: Urlauber-Rückholung mit Bundeswehr letzte Wahl

Bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber sieht die Bundesregierung vorrangig die Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht. «Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der Bundespressekonferenz in Berlin. Das Auswärtige Amt unterstützt die Bundesbürger aber nach Angaben eines Sprechers mit allen Möglichkeiten und steht «in allerengstem Kontakt» mit der Reiseindustrie. «Uns geht es darum, gemeinsam Lösungen für unsere Landsleute zu finden.»

Der Sprecher des Auswärtigen Amts betonte zugleich: «Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor, wie wir eine Ausreise ermöglichen können.» Das Auswärtige Amt würde sich auf «vulnerable Personen» konzentrieren, wenn für sie keine anderweitige Hilfe möglich wäre.

Auch luxemburgische Urlauber sitzen in der Golfregion fest. Rückführungen sind geplant – wann es so weit ist, steht aber noch nicht fest. In der gesamten Region ist der Luftraum gesperrt.

13:08

Erneuter Alarm auf britischem Stützpunkt auf Zypern

Nach einem nächtlichen Drohnenangriff hat es erneut Alarm auf dem britischen Stützpunkt Akrotiri auf Zypern gegeben. Zwei unbemannte Fluggeräte, die sich in Richtung der britischen Stützpunkte bewegt hätten, seien rechtzeitig abgewehrt worden, teilte der zyprische Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis mit. Der weiter westlich gelegene zivile Flughafen von Paphos wurde nach Berichten des zyprischen Rundfunks evakuiert. Flüge nach Paphos wurden zum Hauptflughafen der EU-Inselrepublik in Larnaka umgeleitet.

Der zyprische Zivilschutz und das Innenministerium ordneten an, dass alle Einwohner der Dörfer, die sich auf dem Territorium des Stützpunkts befinden, ihre Häuser verlassen und sich in die nahegelegene Hafenstadt Limassol begeben sollen. Das zyprische Fernsehen zeigte Bilder von der Evakuierung. Die Botschaft der USA warnt Die Botschaft der Vereinigten Staaten rief ihre Staatsbürgerinnen und -bürger auf, den Flughafen Paphos sowie Militäranlagen zu meiden. «Es liegen Informationen über eine mögliche Drohnenbedrohung für die Region Paphos vor. Bitte kommen Sie nur im Notfall zur Botschaft», teilte die US-Vertretung in der Inselhauptstadt Nikosia mit.

13:03

Libanon verbietet Hisbollah

Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.

12:48

Angriff auf Netanjahus Amtssitz

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben den Amtssitz des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und das Hauptquartier des israelischen Luftwaffenkommandanten mit Raketen angegriffen. Beide Gebäude seien ins Visier genommen worden, erklärten die Revolutionsgarden in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Fars zitierten Mitteilung.

Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, waren am Montag eine Reihe neuer Explosionen über Jerusalem zu hören. Die israelische Armee meldete neue Raketenangriffe aus dem Iran. «Abwehrsysteme sind im Betrieb, um die Bedrohung abzufangen», erklärte die Armee.

12:36

Abschuss von US-Jets: Versehen

Die drei über Kuwait abgestürzten US-Kampfjets sind nach Angaben der US-Armee «versehentlich» von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden. Der Abschuss der Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ F-15E Strike Eagle sei «während aktiver Kampfhandlungen – darunter Angriffe durch iranische Flugzeuge, ballistische Raketen und Drohnen –  versehentlich von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden», erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom. Alle sechs Insassen der Maschinen hätten sich per Schleudersitz retten können und befänden sich in Sicherheit.

Im Internet kursierten mehrere Videos, die die Abstürze zeigen sollen.

11:55

Öltanker vor der Küste Omans angegriffen – ein Toter

Vor der Küste des Omans ist ein Öltanker von einem mutmaßlich iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben gekommen, teilte die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die etwa 20-köpfige Besatzung mit Landsleuten vor allem aus Indien und Bangladesch sei mit Hilfe eines Handelsschiffs in der Nähe evakuiert worden.

Der etwa 220 Meter lange Öltanker «MKD VYOM» fährt unter der Flagge der Marshallinseln. Nach Informationen von Schiffs-Ortungsdiensten war er auf dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens. Nach omanischen Angaben hat der Tanker rund 60.000 Tonnen geladen, was einer üblichen Umrechnung zufolge etwa 430.000 Barrel Öl entsprechen würde.

AFP
11:43

Israels Armee: Iran greift systematisch Wohnhäuser an

«Wir haben konkrete Informationen erhalten, die belegen, dass der Iran systematisch zivile Wohnhäuser in Israel angreift», sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. Irans Führung wolle auf diese Weise Panik in Israel auslösen und die öffentliche Meinung beeinflussen. Er sprach von «einer iranischen Strategie». Der Iran wiederum betont stets, Ziel seiner Angriffe seien etwa Einrichtungen des israelischen Militärs oder der israelischen Regierung. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

11:16

Israelischer Botschafter: Iran will Europa in den Krieg ziehen

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, wirft dem Iran vor, Europa in den Krieg im Nahen Osten hineinziehen zu wollen. Der mutmaßliche Drohneneinschlag auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt im EU-Staat Zypern sei für ihn ein Anzeichen dafür, dass der Iran versuche, die Europäer in Kampfhandlungen zu verwickeln, sagte Prosor der Deutschen Presse-Agentur. «Hoffentlich wird Europa das mal sehen und darauf auch reagieren – in welcher Art und Weise, das ist eine Entscheidung, die in Europa getroffen wird.»

Der Botschafter verwies in diesem Zusammenhang auf die in Artikel 42 des EU-Vertrags festgeschriebene Beistandsklausel, die die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, angegriffene EU-Partnerstaaten zu unterstützen. «Es gibt eine Beistandsklausel, die eigentlich sagt, weil Zypern Teil von Europa ist, ist es die Verantwortung, Zypern zu verteidigen.» Prosor kritisierte, dass Europa zu lange auf Verhandlungen mit dem Iran gesetzt habe. «47 Jahre hat dieses Mullah-Regime eigentlich mit Europa verhandelt, Geschichten aus Tausendundeiner Nacht erzählt, hat eigentlich Europa an der Nase herumgeführt.» All das habe aber zu nichts geführt.

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