Iran-Krieg: Schifffahrt durch Straße von Hormus bleibt gestört

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Aktualisiert 07. August 2026, 11:26Iran-Krieg
Schifffahrt durch Straße von Hormus bleibt gestört

Am 28. Februar 2026 haben Israel und die USA den Iran angegriffen. Das Land reagierte mit Gegenangriffen. Die Entwicklungen im L'essentiel-Ticker.
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07.08.2026

Fr 11:25

Nur acht Schiffe passieren Straße von Hormus

Trotz ausbleibender neuer Angriffe zwischen den USA und dem Iran bleibt die Schifffahrt in der Straße von Hormus stark beeinträchtigt. Am Donnerstag passierten laut Daten des Analyseunternehmens Kpler lediglich acht Schiffe die wichtige Meerenge – deutlich weniger als zuletzt.

Auch der iranische Ölexport leidet weiter unter der erneuten US-Seeblockade. Gleichzeitig laufen laut Teheran Gespräche mit Oman, um die Schifffahrt in der Straße von Hormus wieder zu normalisieren.

06.08.2026

Do 11:01

Trump droht Informanten mit Haftstrafen

Trump hat Berichte über schwindende Munitionsvorräte des US-Militärs nach dem Iran-Krieg zurückgewiesen. Die USA verfügten über «gewaltige Mengen an ‹Munition›, insbesondere bestimmter Arten», erklärte er auf Truth Social. Zugleich drohte er Informanten, die entsprechende Informationen weitergegeben hätten, mit langjährigen Haftstrafen: «Diejenigen, die diese verräterischen Informationen durchgestochen haben, werden gejagt.»

Zudem würden große Mengen hergestellt und bei Bedarf in die USA geliefert. Auch ziehe die Verteidigungsindustrie in den USA derzeit die größte Anzahl an Produktionsstätten und Fabriken in der Geschichte des Landes hoch.

Medien hatten zuvor unter Berufung auf Insider über Engpässe bei Tomahawk-Marschflugkörpern und Patriot-Abfangraketen berichtet. Das Weiße Haus und das Pentagon wiesen die Berichte zurück.

05.08.2026

Mi 19:39

USA streichen Iran nahestehende Airline von Sanktionsliste

Kurz vor einer von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten Öffnung der Straße von Hormus hat das US-Finanzministerium Sanktionen gegen eine den iranischen Revolutionsgarden nahestehende irakische Airline aufgehoben. Die Fluggesellschaft Fly Baghdad, die auch als Iraq Express bekannt sei, sowie zwei Maschinen vom Typ Boeing 737 mit den Kennzeichen YI-BAF und YI-BAN seien von einer entsprechenden Terrorsanktionsliste gestrichen worden, teilte das Ressort mit.

Eine Sprecherin des Finanzministeriums erklärte, dass die Fluggesellschaft «wesentliche Änderungen in ihrem Betrieb nachgewiesen» habe. Es sei daher nicht weiter gerechtfertigt, dass Fly Baghdad weiter auf der Liste stehe. Zugleich stellte sie klar, dass dies «kein Hinweis auf eine Änderung der US-Politik gegenüber der iranischen Regierung, den Kuds-Einheiten der Islamischen Revolutionsgarden, anderen als terroristisch eingestuften Organisationen oder Personen, die diese unterstützen oder in deren Auftrag handelten», sei.

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05.08.2026

Mi 14:12

Bericht: USA und Iran vor Übergangsdeal in Straße von Hormus

USA, der Iran und der Oman stehen dem US-Portal Axios zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormus. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtet Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion.

Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am darauffolgenden Tag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview außerdem, man führe «sehr gute» Gespräche.

Axios schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen des Iran und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte. Vom Weißen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine Stellungnahme.

Wen Xinnian/Xinhua/dpa

04.08.2026

Di 21:03

«Letzte Chance» für Teheran

Donald Trump hat neue Gespräche mit dem Iran als «letzte Chance» für Teheran bezeichnet. Man befinde sich in Gesprächen – und zwar auf Wunsch des Irans, sagte Trump im Weißen Haus. Er bekräftigte, dass verschiedene Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. «Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen», sagte er mit Blick auf den Iran. Einmal mehr untermauerte er seine Worte dabei mit einer martialischen Drohung: «Ich möchte ihnen jede letzte Chance vor der Enthauptung geben».

Trumps Darstellung zufolge drehen sich die Gespräche um die Öffnung der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus. Demnach geht es darum, die Meerenge bis diesen Dienstag vollständig zu öffnen. In einer zweiten Phase soll es seiner Darstellung nach dann um die «Denuklearisierung» des Irans gehen – das werde länger dauern, räumte Trump ein.

04.08.2026

Di 08:40

Angriff auf Schiff in Straße von Hormus

Während US-Präsident Donald Trump dem Iran ein neues Ultimatum für Gespräche zur Beilegung des Konflikts setzt, ist in der Straße von Hormus erneut ein Handelsschiff angegriffen worden. Vor der Küste des Omans traf ein «unbekanntes Geschoss» den Frachter, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte.

UKMTO

03.08.2026

Mo 20:34

Trump: Gespräche mit dem Iran finden derzeit statt

Die Verhandlungen der Vereinigten Staaten mit dem Iran haben nach den Worten von US-Präsident Donald Trump begonnen. Die Gespräche «laufen gerade», sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus. Die Gespräche fänden auf Wunsch des Iran und mit «Unterstützung» Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars statt. Dies sei «die letzte Chance» für den Iran, ein gutes Abkommen zu erreichen, fuhr der US-Präsident fort.

Die Gespräche sollten sich insbesondere um die Wiederöffnung der für den weltweiten Erdöl- und Erdgastransport höchst wichtigen Straße von Hormus drehen, sagte Trump.

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03.08.2026

Mo 18:32

Iran und Oman planen Rundkurs in der Straße von Hormus

Der Iran verhandelt nach Angaben von Außenamtssprecher Ismail Baghai mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Dabei gehe es um einen Rundkurs statt mehrerer separater Fahrrinnen, sagte Baghai nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Diese neue Schiffsroute könnte vorübergehend genutzt werden, bis es eine endgültige Regelung gebe.

Nach Angaben von Baghai handelt es sich um bilaterale Verhandlungen zwischen den beiden Anrainerstaaten. Teheran führe derzeit keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Fragen im Zusammenhang mit dem Iran und den Vereinigten Staaten sollten in den nächsten Phasen geprüft werden, um eine weitere Entwicklung abzuschätzen.

03.08.2026

Mo 08:59

Trump soll Angriffe gestoppt haben

Donald Trump will den seinen Worten nach größten Angriff des US-Militärs «seit dem Zweiten Weltkrieg» vorerst abgesagt haben, um neuen Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben. Die Gespräche sollen am Montagnachmittag stattfinden, wie Trump ankündigte. Es blieb zunächst unklar, wo die Verhandlungen geführt werden sollen, wie lange sie dauern dürften und wer genau daran beteiligt sein wird. Aus dem Iran gab es in der Nacht zunächst keine Bestätigung für geplante Gespräche.

31.07.2026

Fr 19:21

Angriffe gehen weiter

US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe auf den Iran angekündigt. «Wir werden sie sehr hart treffen», sagte er bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David, angesprochen auf die nächsten vier Wochen. Trump selbst nannte keinen Zeitrahmen und wurde auch sonst nicht konkret. «Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können.» Der Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, betonte er. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär keine neuen Angriffe auf den Iran gemeldet.

Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. «Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen.»

31.07.2026

Fr 08:45

Iran spricht von Angriffen auf US-Stützpunkte in der Nacht

Der Iran will nach eigenen Angaben US-Militärstützpunkte im Nahen Osten angegriffen haben. Die Armee habe Ziele in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain mit Drohnen angegriffen, hieß es in Mitteilungen des Militärs. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Weder aus Bahrain noch aus Kuwait lagen zunächst Berichte über eine Aktivierung der Luftabwehr aufgrund der iranischen Angriffe vor. In der Nacht wurden auch keine neuen Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran bekannt.

30.07.2026

Do 07:20

US-Militär beendet Offensive gegen iranische Ziele

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffswelle gegen Ziele im Iran «erfolgreich» beendet. Es seien unter anderem militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen bombardiert worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen (MESZ) auf der Plattform X mit. Die «schwere» Angriffswelle sei eine Antwort auf die am Vortag versuchten Raketenangriffe des Irans auf US-Truppen in der Region gewesen, hieß es.

Der iranische Rundfunk hatte eine Stellungnahme der Revolutionsgarden verbreitet, wonach der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Es seien alle Raketen abgefangen worden, erklärte Centcom. Die Angriffe aus dem Iran waren zu einem Zeitpunkt erfolgt, nachdem das US-Militär seine eigenen tagelangen Angriffe auf den Iran gerade erst pausiert hatte.

29.07.2026

Mi 20:37

Proiranische Milizen im Irak drohen mit Vergeltung

Iran-nahe Milizen im Irak haben nach den jüngsten Angriffen der USA und Saudi-Arabiens auf Stellungen der schiitischen Volksmobilisierungskräfte (PMF) mit Vergeltung gedroht. Eine Reaktion gegen die USA sei «unvermeidlich», teilte die proiranische Gruppierung «Islamischer Widerstand im Irak» mit. Sie könne sich unter Umständen auch gegen deren «Instrumente in Saudi-Arabien» richten.

Der «Islamische Widerstand im Irak» ist ein informelles Bündnis proiranischer, schiitischer Milizen. Viele ihrer Kämpfer und Anführer gehören gleichzeitig den PMF an. Auch die PMF sind ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak. Die PMF sind gleichzeitig auch Teil des irakischen staatlichen Sicherheitsapparats. Das Bündnis «Islamischer Widerstand im Irak» agiert als inoffizielles Schattennetzwerk außerhalb des legalen Rahmens der PMF.

Die US-saudischen Angriffe haben saudischen Regierungsangaben zufolge Zielen gegolten, von denen zuvor Angriffe auf saudische Ölanlagen ausgegangen seien. Der «Islamische Widerstand im Irak» wies in seiner Erklärung eine Beteiligung an Angriffen auf den saudischen Staat oder dessen Einrichtungen zurück.

29.07.2026

Mi 19:01

Neue US-Sanktionen gegen Iran: Straße von Hormus im Fokus

Die US-Regierung verschärft den Druck auf den Iran weiter. Sie verhängt neue Sanktionen, die sich unter anderem gegen zwei Unternehmen richten, die ihren Angaben nach maßgeblich an einem von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) unterstützten Erpressungssystem rund um die Straße von Hormus beteiligt sind. Dieses zwinge Handelsschiffe zu einer obligatorischen «Versicherung», um die für den weltweiten Ölhandel zentrale Meerenge zu passieren, heißt es in der Mitteilung des US-Finanzministeriums.

Der Vorwurf der USA: Die Risiken wie beispielsweise Beschlagnahmung, vor denen sie zu schützen vorgäben, würden überwiegend vom Iran selbst verursacht. Die Firmen versuchten unter dem Deckmantel dieser Dienstleistung Einnahmen zu generieren, einschließlich digitaler Zahlungen zur Umgehung von Sanktionen.

«Die Vereinigten Staaten werden nicht zulassen, dass der Iran den globalen Handel als Geisel nimmt oder die internationale Schifffahrt nutzt, um den Terrorismus, die Aggression und die Unterdrückung durch die IRGC zu finanzieren», teilte US-Finanzminister Scott Bessent in einem Statement mit.

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29.07.2026

Mi 15:21

Trump kündigt Vergeltung an

Nach einem neuen iranischen Angriff auf US-Ziele im Nahen Osten hat US-Präsident Donald Trump Vergeltung angekündigt. «Wir werden sie hart treffen. Sie werden ordentlich Prügel kriegen», zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Gespräch. Trump hat dem Iran im Zuge des monatelangen Kriegs immer wieder mit schweren Angriffen gedroht, wobei auf seine teils martialischen Worte nicht immer Taten folgten.

Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran meldete das US-Militär am Dienstagabend (US-Ostküstenzeit) einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten, ohne konkrete Ziele zu nennen. Alle Raketen seien erfolgreich abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. US-Streitkräfte hätten nur wenige Minuten Zeit gehabt, um auf den Überraschungsangriff zu reagieren, sagte Trump nach Angaben von Fox News.

Der iranische Rundfunk verbreitete eine Stellungnahme der Revolutionsgarden, nachdem der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Jordaniens Streitkräfte erklärten am Morgen, es seien fünf Raketen aus dem Iran abgefangen worden.

28.07.2026

Di 09:28

Iran führt Gespräche mit Oman und Saudi-Arabien über Straße von Hormus

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat dem iranischen Staatsfernsehen zufolge Gespräche mit seinen omanischen und saudiarabischen Kollegen über die Straße von Hormus geführt. Araghtschi sowie Omans Chefdiplomat Badr al-Busaidi und Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan hätten in getrennten Telefonaten «die Notwendigkeit betont, die Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsame diplomatische Bemühungen voranzutreiben, um Stabilität in der Region zu schaffen und die durch die aggressiven Handlungen der USA verursachte Unsicherheit in der Straße von Hormus zu beseitigen», berichtete das Staatsfernsehen.

28.07.2026

Di 08:25

Zwei Männer wegen Beteiligung an Protesten im Januar hingerichtet

Im Iran sind erneut zwei Männer hingerichtet worden, die wegen ihrer Beteiligung an den regierungskritischen Protesten im Winter verurteilt worden waren. Die beiden waren für schuldig befunden worden, am 8. Januar «Polizeibeamte mit Macheten und Messern angegriffen, sie an Verkehrsschilder gefesselt, über den Boden geschleift, mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt» zu haben, wie die iranische Justiz heute über ihre Nachrichtenplattform Misan mitteilte.

Die Männer waren Misan zufolge unter anderem wegen «Korruption auf Erden» und «Krieges gegen Gott» (Moharebeh) angeklagt worden. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Verurteilten seien auf einem Platz in der Stadt Malekschahr in der zentralen Provinz Isfahan öffentlich gehängt worden. Die iranische Justiz hat bis heute mindestens 27 Männer im Kontext der Proteste und Unruhen hingerichtet. Tausende Demonstranten wurden bereits bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste getötet.

Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2159 Menschen im Iran hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981. Auch im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg wurden Todesurteile gegen mutmaßliche Spione und politische Gefangene vollstreckt.

27.07.2026

Mo 19:32

Trump: Angriffspause im Iran für Verhandlungen

Donald Trump hat nach eigenen Angaben die jüngsten Angriffe im Iran vorerst gestoppt, um laufenden Verhandlungen eine weitere Chance zu geben. «Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran», sagte Trump der Website Axios. Zugleich drohte er mit neuen Attacken für den Fall, dass die Gespräche ergebnislos bleiben: «Wir werden wieder sehr starke militärische Gewalt anwenden.»

Er räume den Verhandlungen «nicht viel Zeit» ein, zum Erfolg zu kommen, sagte Trump «Axios». Bei den Gesprächen geht es um eine Öffnung der Straße von Hormus sowie eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm. Laut Trump traf er die Entscheidung, die Angriffe zu pausieren, am Freitag auf Anraten der Vermittlerländer. Als Vermittler treten unter anderem Katar und Pakistan auf. Trump sagte in einer Fragerunde an Bord des Präsidentenflugzeugs, die Gesprächsbereitschaft Irans sei ein Zeichen dafür, dass die US-Stärke Erfolg zeige. «Sie haben um ein Treffen gebeten.»

Nach Informationen des Fernsehsenders CNN hatten sich Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Iran-Konflikts gezeigt. Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der «New York Times» zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen.

27.07.2026

Mo 16:28

Ölpreise geben nach US-Angriffspause merklich nach

Nach dem Ende der US-Angriffsserie im Iran haben die Ölpreise am Montag merklich nachgegeben. Zuletzt erholten sich die Preise aber ein wenig von ihren Tiefstständen. Ein Fass (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 90,56 US-Dollar. Das waren 6,43 Prozent weniger als am Freitag. Kurzzeitig war der Preis bis auf 87,55 Dollar gefallen.

epa Larry W. Smith/epa/dpa (Symbolbild)

27.07.2026

Mo 14:41

Saudi-Arabien meldet Drohnenbeschuss

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abgefangen und zerstört, die auf Ölanlagen in der Ostprovinz des Landes sowie in der Hauptstadt Riad gezielt haben sollen. Die Angriffe seien von «iranisch unterstützten terroristischen Milizen» vom irakischen Staatsgebiet aus verübt worden, erklärte der Sprecher des Ministeriums, Turki al-Maliki.

Al-Maliki betonte, Saudi-Arabien habe das Recht, sich und seine Einrichtungen zu verteidigen. Das Königreich behalte sich zudem vor, «zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort» zu reagieren. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte das Ministerium zunächst nicht. Bisher reklamierte keine Gruppe den Angriff für sich.

Das Außenministerium in Riad verurteilte den Angriff und forderte die irakische Regierung auf, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um zu verhindern, dass irakisches Staatsgebiet als Ausgangspunkt für Angriffe genutzt werde.

27.07.2026

Mo 14:08

Pakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive

Mehr als fünf Monate nach Beginn des Iran-Kriegs halten gut informierte Quellen aus Pakistan eine limitierte US-Bodenoffensive für immer wahrscheinlicher. Die Bewertung pakistanischer Geheimdienste sei, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und mit einer begrenzten Offensive iranische Küstenregionen einnehmen könnte, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad. Die Bewertung stütze sich auf militärische Beobachtungen.

Irans Streitkräfte hatten die USA bereits vor einer Bodenoffensive gewarnt. Das Militär sei darauf vorbereitet, sagte Armeesprecher Amir Akraminia vor wenigen Tagen. Experten halten eine Invasion des US-Militärs in den Iran für höchst riskant. Soldaten wären dort Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt – ohne den Schutz, den Stützpunkte in den Golfstaaten bieten. Den iranischen Streitkräften gehören nach Angaben der Denkfabrik IISS rund 610.000 aktive Soldaten und paramilitärische Kräfte sowie 350.000 Reservisten an.

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27.07.2026

Mo 09:07

Iran: US-Angriffe treffen Wasserversorgung im Süden

Nach den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Behörden zufolge massive Schäden an der Wasserversorgung im Landessüden entstanden. 18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, seien beschädigt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Hormusgan. Zehn Anlagen seien bei den Luftangriffen vollständig zerstört worden.

Dem Bericht nach wurde gleich zu Beginn der jüngsten Eskalation Anfang Juli eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Gheschm durch die Angriffe außer Betrieb gesetzt. Dadurch sei die Wasserversorgung für gut 120.000 Menschen beeinträchtigt worden.

Schäden an der Wasserversorgung treffen die Zivilbevölkerung im Süden Irans besonders hart. Seit Jahren herrscht im Hochsommer extreme Trockenheit. Tagsüber steigen die Temperaturen regelmäßig über 40 Grad.

27.07.2026

Mo 04:30

Preis für Rohöl sinkt um mehr als fünf Prozent

Nach dem Ende der US-Angriffsserie im Iran hat der Ölpreis zu Wochenbeginn deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag zeitweise bei ungefähr 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als fünf Prozent im Minus.

Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte erneut Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe.

26.07.2026

So 17:12

Havarie durch Seemine

In der Straße von Hormus soll nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker auf eine Seemine aufgelaufen und explodiert sein. Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

Weder das für die Region zuständige US-Kommando Centcom noch die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt UKMTO haben den Zwischenfall bislang bestätigt.

Auf Social Media verbreitete Aufnahmen sollen das Schiff zeigen. Die Echtheit ist nicht bestätigt.
Auf Social Media verbreitete Aufnahmen sollen das Schiff zeigen. Die Echtheit ist nicht bestätigt.X
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