Iran-Krieg: Iran verurteilt US-Angriffe aus der Nacht

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Aktualisiert 31. August 2026, 07:56Iran-Krieg
Iran verurteilt US-Angriffe aus der Nacht

Am 28. Februar 2026 haben Israel und die USA den Iran angegriffen. Das Land reagierte mit Gegenangriffen. Die Entwicklungen im L'essentiel-Ticker.
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31.08.2026

Mo 07:56

Iran meldet Tote nach US-Luftangriffen

Nach nächtlichen gegenseitigen Angriffen verurteilt Irans Außenministerium die Attacken der USA. Bei den Luftangriffen auf die Insel Larak in der Straße von Hormus seien mehrere Angehörige der eigenen Streitkräfte getötet worden, hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums auf Telegram.

Das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom informierte auf der Plattform X über «begrenzte, gezielte Maßnahmen» gegen Minenlege-Einheiten der iranischen Revolutionsgarden. Der Iran reagierte mit Beschuss auf zwei Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Iranische Raketen seien abgefangen worden, hieß es aus Jordanien.

30.08.2026

So 22:56

Neue Eskalation am Persischen Golf

US-Streitkräfte haben erstmals seit rund einem Monat wieder militärische Ziele im Iran angegriffen. Nach Angaben eines US-Beamten wurden auf der Insel Larak nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus zwei iranische Raketenwerfer getroffen. Mitglieder der Revolutionsgarden seien zuvor dabei beobachtet worden, Raketen mit Seeminen für einen Einsatz in der Meerenge vorzubereiten.

Die USA hatten erst in der vergangenen Woche nach eigenen Angaben die internationalen Fahrrinnen in der Straße von Hormus von Seeminen geräumt. Präsident Donald Trump hatte anschließend angekündigt, gegen jeden erneuten Versuch einer Verminung vorzugehen. Der Angriff vom Sonntag ist der erste bekannte US-Schlag im Iran seit Ende Juli, als Trump eine zweiwöchige Militärkampagne in der Meerenge aussetzte.

Irans Revolutionsgarden bestätigten den Angriff und meldeten mehrere Tote und Verletzte unter Kämpfern und Zivilisten. Eine genaue Opferzahl nannten sie zunächst nicht. Die Garden kündigten eine Reaktion an und erklärten, der Angriff werde nicht unbeantwortet bleiben.

28.08.2026

Fr 10:52

Iran droht Netanjahu

Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hat Israels Regierungschef mit dem Tod bedroht. «Wir werden Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes, in die Hölle schicken», sagte Mohsen Resai am Donnerstagabend in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen.

Resai wies außerdem Berichte zurück, wonach der Iran die Tötung von Barron Trump, einem der Söhne des US‑Präsidenten, geplant hätte. Netanjahu habe mit der Verbreitung falscher Nachrichten Donald Trump in Angst versetzen wollen. Tatsächlich hatte ein iranischer Staatssender vor wenigen Tagen ein Video mit dem Titel «Wo kann man Barron Trump töten?» verbreitet.

Mohsen Resai wurde Anfang August auf das mächtige Amt berufen. Er gilt als konservativer Hardliner und Skeptiker von Verhandlungen mit den USA. Bereits zu Beginn des Iran-Irak-Kriegs (1980–1988) machte er in den Revolutionsgarden Karriere und stieg zum Kommandeur der Streitmacht auf.

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28.08.2026

Fr 09:58

Irans Außenminister will diplomatische Lösung

Irans Außenminister hat im festgefahrenen Konflikt mit den USA die Tür für eine diplomatische Lösung weiter offen gehalten. «Es ist nicht unmöglich, die Diplomatie wieder auf Kurs zu bringen», schrieb Abbas Araghtschi auf X. Die USA müssten verstehen: «Druck funktioniert nicht. Die USA sollten Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, unsere Rechte anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten», fügte er hinzu.

In den vergangenen Tagen hatten regionale Staaten eine neue Runde diplomatischer Bemühungen begonnen. Am Montag war eine Delegation unter Leitung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Am Dienstag folgte Omans Außenminister Badr al-Busaidi. Am Donnerstag traf sich Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani mit Araghtschi.

Rund ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs steckt der Konflikt in einer Sackgasse. Iranischen Medienberichten zufolge stand bei den Gesprächen mit dem Oman vor allem eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus im Fokus. Der Iran fordert dafür von der US-Regierung Zugeständnisse, wie sie in einem Rahmenabkommen im Juni vereinbart worden waren. US-Präsident Donald Trump will den Iran derweil mit einem «Wirtschaftskrieg» unter Druck setzen.

27.08.2026

Do 18:22

500 Menschen hingerichtet

Im Iran sind in diesem Jahr nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation bereits mehr als 500 Menschen hingerichtet worden. Die Todesstrafe sei mindestens 511 Mal vollstreckt worden, teilte die in Norwegen ansässige Organisation Iran Human Rights (IHR) am Donnerstag mit. Mindestens 29 Menschen seien im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten im Januar hingerichtet worden.

Unter den Hingerichteten sind nach Angaben der NGO mindestens 16 Frauen und 13 «politische Gefangene», die Unterstützer verbotener Oppositionsgruppen gewesen sein sollen. «Alle Hinrichtungen, unabhängig von den Anklagepunkten, dienen einem klaren innenpolitischen Zweck: Angst zu schüren und neue Proteste zu verhindern», sagte IHR-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam der Nachrichtenagentur AFP. «Wir sind sehr besorgt, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten noch verschärfen könnte.»

27.08.2026

Do 18:21

Konferenz auf deutsch-türkische Initiative

Auf deutsch-türkische Initiative wollen Europäer an diesem Sonntag in Istanbul mit Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten über Lösungen für die im Iran-Krieg teils blockierte Straße von Hormus beraten. Das Treffen der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit den Kollegen komme auf Initiative von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan zustande, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin.

Bei den Beratungen soll es nach diesen Informationen um regionale Fragen wie die Sicherheit und die Freiheit der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus gehen. Nachdem die von den USA betriebenen Verhandlungen über ein Ende des Iran-Krieges stocken, wird von dem Treffen in der Türkei auch eine gewisse Signalwirkung auf Washington erwartet.

Zum anderen soll in Istanbul auch über die Situation im Schwarzen Meer geredet werden. Dort stockt angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine der Getreideexport aus der Ukraine. Hier zu einer Lösung zu kommen, liege im Interesse aller Teilnehmer der Konferenz, hieß es in Berlin. So sei die Türkei ein wichtiger Verarbeiter ukrainischen Getreides, Pakistan und Ägypten seien wiederum große Abnehmer von Getreide und Getreideprodukten aus dem angegriffenen Land.

26.08.2026

Mi 18:33

Irans Militär droht Exil-Medien: «Auf Zielliste aufgenommen»

Irans Streitkräfte haben mehrere persischsprachige Exilsender als mögliche Ziele von Angriffen ausgemacht. Militärsprecher Abolfasl Schekartschi nannte etwa den Sender BBC mit seinem persischsprachigen Programm, Iran International und Radio Farda, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Der General unterstellte den Medien, mit den Geheimdiensten in Israel und den USA verbunden zu sein.

Wie genau solche Angriffe aussehen könnten, ließ der Militärsprecher offen. Die Exilsender, die im Iran von einer breiten Mehrheit konsumiert werden, unterhalten vor allem in Europa und den USA ihre Büros. Eine große Mehrheit der iranischen Bevölkerung misstraut den staatlich kontrollierten Medien im Land, die selbst in Friedenszeiten der Zensur unterliegen. Im Krieg hat der Staat die Kontrolle ü

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26.08.2026

Mi 16:33

Iran bezeichnet US-Wirtschaftsdruck als wirkungslos

Knapp sechs Monate nach Beginn des Iran-Kriegs hat Teheran den verschärften wirtschaftlichen Druck der USA auf das Land als wirkungslos bezeichnet und Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus gestellt. «Mit ihrem wirtschaftlichen Druck werden die USA in dieser Phase nichts erreichen, so wie sie auch im Krieg nichts erreicht haben», sagte Präsident Peseschkian nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Der Iran werde dem wirtschaftlichen Druck weiterhin widerstehen. Grundsatz seines Landes sei es zugleich, Probleme «durch Austausch und Verhandlungen» zu lösen.

26.08.2026

Mi 08:16

Verhandlungen über Schifffahrtsregeln schreiten fort

Im Streit um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus schreiten Verhandlungen zwischen den Anrainerstaaten Iran und Oman über neue Regelungen fort. Er sei hoffnungsvoll, schon bald einen zwischenzeitlichen Schifffahrtskorridor für die Meerenge bekanntgeben zu können, schrieb der omanische Außenminister Badr al-Busaidi auf der Plattform X nach Gesprächen am Dienstag.

Der iranische staatliche Rundfunk Irib verbreitete eine gemeinsame Stellungnahme Irans und Omans, nach der die beiden Staaten ein schrittweises Vorgehen für die Neuregelung der Schifffahrt sowie der Minenräumung in der Straße von Hormus besprochen hätten.

25.08.2026

Di 17:39

Trump verkündet «Null-Toleranz» bei Seeminen

Trump hat dem Iran erneut mit der Zerstörung aller Schiffe und Boote gedroht, die Seeminen in der Straße von Hormus legen. Für eine Verminung der wichtigen Meerenge gelte eine «Null-Toleranz-Politik», schrieb er auf Truth Social. Nach Angaben des US-Militärs seien derzeit alle Minen dort entfernt oder gesprengt.

Trump erklärte zudem, die US Space Force beobachte die Straße von Hormus sowie die bislang kaum bekannte mutmaßliche Atomanlage «Pickaxe Mountain» und drei weitere Nuklearanlagen genau. Trotz Trumps früherer Aussage, die Meerenge sei wieder vollständig geöffnet, liegt der Schiffsverkehr weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau.

25.08.2026

Di 01:04

Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem «unbekannten Geschoss» getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Dabei sei der Maschinenraum beschädigt und das Schiff manövrierunfähig gemacht worden. Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es. Der Vorfall ereignete sich demnach neun Seemeilen (rund 17 Kilometer) nordöstlich des Ortes Asch Schischah. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.

24.08.2026

Mo 22:50

US-Regierung zieht Mauerfall-Vergleich im Iran-Krieg

Die US-Regierung hat sich im Iran-Krieg mit einem Appell an Kämpfer der iranischen Seite gewandt – und dabei einen Vergleich zum Berliner Mauerfall 1989 herangezogen. «An die einfachen Soldaten, die dieses Regime unterstützen: Wenn immer mehr eurer Gehaltszahlungen ausbleiben oder angeblich nur verspätet ausgezahlt werden, fragt euch, ob eure Kommandeure euer Land zum Sieg oder in den Ruin führen», sagte US-Finanzminister Scott Bessent bei einer Pressekonferenz in Washington, auf der er wirtschaftliche Sanktionen gegen Handelspartner des Irans ankündigte.

Dann zog er den Mauerfall-Vergleich: «Und erinnert euch daran, dass die Berliner Mauer fiel, als einfache Soldaten beschlossen, nicht auf ihre eigenen Landsleute zu schießen.»

24.08.2026

Mo 19:45

USA nehmen Irans Einnahmen ins Visier

In ihrem «Wirtschaftskrieg» gegen den Iran will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen der Operation «Wirtschaftlicher Verstoßener» (Economic Outcast) zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent auf einer Pressekonferenz. Der Fokus liege auf digitalen Vermögenswerten, Technologie, Gold, der Luftfahrt und der Schifffahrt. Konkrete Maßnahmen ließ er offen.

Das Finanzministerium habe «jeden Knotenpunkt, jeden Vermittler und jedes Netzwerk erfasst, das der Iran für Ölschmuggel und die Umgehung von Sanktionen genutzt hat», sagte Bessent weiter. Mitarbeiter des Finanzministeriums, des Außenministeriums sowie des Militärs der Vereinigten Staaten träfen sich derzeit mit «internationalen Partnern», um die Erwartungen Washingtons zu adressieren. Diese sollten ihre Zusammenarbeit mit Teheran einstellen. Konkrete Länder nannte Bessent auch nicht – ebenso lehnte er eine Antwort auf die Frage ab, in welchem Zeitraum die ungenannten Maßnahmen zu erfüllen sein sollen.

24.08.2026

Mo 07:17

Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein

Massud Peseschkian sagte in einer Rede, sein Land sei «mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert». In einer Mitteilung auf seiner Webseite räumte er wirtschaftliche Schwierigkeiten ein und sprach von «erheblichen Ungleichgewichten» in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin. Peseschkian zeigte sich aber überzeugt, dass der Iran dem Druck standhalten werde, da das Volk zusammenstehe und widerstandsfähig sei.

Der Inhalt seiner Rede las sich jedoch weniger gelassen als Äußerungen anderer Vertreter der iranischen Führung. So sagte Außenminister Abbas Araghtschi, wirtschaftliche Kriegsführung sei ein immer wiederkehrendes Muster und Teil der langjährigen Einschüchterungstaktik Washingtons. Der Iran habe gelernt, damit umzugehen. Tatsächlich gibt es bereits seit Jahrzehnten US-Sanktionen gegen den Iran.

Doch trotz eines ausgeklügelten Systems zur Umgehung der Sanktionen steht Irans Wirtschaft vor einer ihrer bislang schwersten Krisen, die Inflation stieg zuletzt sprunghaft an. Die Infrastruktur des Landes wurde durch den vor rund sechs Monaten von den USA und Israel begonnenen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen, inklusive Schäden an Industriebetrieben. Zudem erhöht die US-Blockade iranischer Häfen, mit der Teheran unter anderem die Einnahmen aus Ölexporten verwehrt werden sollen, den Druck weiter.

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24.08.2026

Mo 07:10

Iran droht mit Blockade von Öl-Exporten

Der Iran blockiert immer noch weitestgehend den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Teheran verlangt, dass Schiffe ausschließlich eine vom Iran festgelegte Route entlang der eigenen Küste nehmen. Die für die wichtige Meerenge zuständige iranische Behörde drohte auf X bei Verstößen gegen die Regeln mit der Konfiszierung von Schiffen. Der Iran weigert sich,  nach Bessents Drohung einzulenken, bis eine Einigung mit Washington erzielt wird, die ihm unter anderem Zugang zu eingefrorenen Vermögenswerten und eine Lockerung der Sanktionen gewährt.

Der neue Chef des nationalen Sicherheitsrats, Resai, warnte die Golfstaaten am Samstag vor einer Beteiligung an Washingtons Druckkampagne. Man werde zunächst mit ihnen verhandeln. Sollte dies scheitern, werde der Iran Öllieferungen nicht nur durch die Straße von Hormus, sondern auch andere Routen in der Region blockieren. Nicht ein Tropfen Öl werde den Persischen Golf passieren, sagte er im Staatsfernsehen.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat damit gedroht, den Transit durch die Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer zu blockieren. Durch die Meerenge führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa.

24.08.2026

Mo 06:09

US-Finanzminister: Treten in Endphase ein

Die USA treten nach den Worten von Finanzminister Scott Bessent in die «Endphase» des Iran-Kriegs ein. «Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher «D-Day» – die größte finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde», schrieb Bessent auf der Plattform X. Er will auf einer für heute angekündigten Pressekonferenz die «härtesten Sanktionen der Geschichte» gegen den Iran vorstellen. «Unser Ziel ist es, jede wirtschaftliche Lebensader zu durchtrennen, die das tyrannische Regime am Leben erhält, bis Teheran auf sich allein gestellt ist.»

US-Präsident Donald Trump habe die militärischen Fähigkeiten des Irans «zerschlagen», schrieb Bessent. Nahezu 100 Prozent der Militärfabriken der Islamischen Republik habe Trump zerstört und das Atomprogramm des Landes zunichtegemacht. «Wir treten nun in die Endphase ein», behauptete Bessent. Trump hatte bereits am Mittwoch einen «wirtschaftlichen D-Day» für den Iran angekündigt und Unterstützern Teherans mit drakonischen Maßnahmen gedroht.

22.08.2026

Sa 13:51

Iran gewährt irakischen Tankern freie Fahrt durch Hormus

Der Iran gewährt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mehreren Öltankern aus dem benachbarten Irak eine Passage der Straße von Hormus. Die Erteilung einer Sondergenehmigung gehe auf eine der wichtigsten Forderungen der irakischen Führung während des Besuchs von Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf in dieser Woche in Bagdad zurück.

Die Agentur machte keine Angaben, wie viele Tanker aus dem Irak die strategisch wichtige Meerenge bislang passiert haben und ob die Sondergenehmigung dauerhaft für Schiffe aus dem Nachbarland gilt.

20.08.2026

Do 17:59

Neuer US-Flugzeugträger in Region eingetroffen

Die USA haben für ihren Militäreinsatz gegen den Iran einen neuen Flugzeugträger in die Region entsandt. Die «USS George Washington» sei in ihrem Einsatzgebiet im Nahen Osten eingetroffen, teilte das für die Region zuständige US-Zentralkommando Centcom am Donnerstag mit.

Der neue Flugzeugträger löst die «USS Abraham Lincoln» ab. Der monatelange Einsatz des Schiffes in der Krisenregion und Berichte über unhaltbare Zustände an Bord hatten für Kritik in den USA gesorgt.

20.08.2026

Do 15:35

Trump-Drohung treibt Ölpreis deutlich nach oben

Die Ölpreise sind nach neuen Drohungen von Trump gegen den Iran deutlich gestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Donnerstag zeitweise 94,71 Dollar – so viel wie seit Ende Juli nicht mehr. Zuletzt lag der Preis mit 93,76 Dollar mehr als zwei Prozent im Plus. Trump hatte dem Iran wegen ausbleibender Fortschritte bei den Verhandlungen mit einem «Wirtschaftskrieg» gedroht. Auch Länder, die Teheran unterstützen, müssten demnach mit wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen. Analysten sehen die Aussagen als neue Eskalation im Iran-Konflikt.

Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung im Iran-Krieg das bestimmende Thema.
Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung im Iran-Krieg das bestimmende Thema.Marijan Murat/dpa

20.08.2026

Do 07:30

Iranische Medien: Trumps Drohung ist nichts Neues

Iranische Medien haben unbeeindruckt auf die Drohung des US-Präsidenten mit einem «Wirtschaftskrieg» gegen das Land reagiert. Donald Trump habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Irans und von Schlägen historischer Dimension gesprochen, schrieb die iranische Nachrichtenagentur Fars auf Telegram. Seine Behauptungen seien bloß als übliche «psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne» zu verstehen.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim schrieb dazu auf Telegram, dies sei «keine neue Entwicklung, da die Vereinigten Staaten seit Jahren versuchen, jegliche finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran zu unterbinden». Der Iran habe jedoch «gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen, und ist darin mittlerweile sehr versiert».

Trumps jüngste Drohung mit «der verheerendsten Wirtschaftsoperation», die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei, erfolgte vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei Verhandlungen mit Teheran. Jedes Land müsse bei einer Unterstützung des Irans mit «GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen» rechnen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.
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19.08.2026

Mi 08:31

Iran bestreitet Angriff auf die VAE

Der Iran dementiert Angaben über einen iranischen Raketenangriff am Dienstagabend (Ortszeit) auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die Aussagen seien «völlig unbegründet», sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate waren zwei aus dem Iran in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen worden. In der Folge gab das emiratische Außenministerium bekannt, alle Handelsbeziehungen und Finanztransaktionen mit dem Iran bis auf weiteres auszusetzen. Die beiden Staaten unterhalten eine bedeutende Handelspartnerschaft. Das bilaterale Handelsvolumen beläuft sich jährlich auf Dutzende Milliarden US-Dollar.

18.08.2026

Di 22:56

VAE melden Beschuss mit Raketen aus dem Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eigenen Angaben zufolge zwei aus dem Iran in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen. Die erste sei außerhalb, die zweite innerhalb der Hoheitsgewässer abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium am Abend auf der Plattform X mit. Man befinde sich in höchster Alarmbereitschaft. Vom Iran gab es zunächst keine Reaktion.

Das Innenministerium der Emirate hob eine Warnung am Abend wieder auf. Ein in Dubai lebender Einwohner berichtete der Nachrichtenagentur dpa, dass unter den Einwohnern Panik ausgebrochen sei, als sie per SMS oder Telefon die Aufforderung erhielten, Schutz zu suchen. Zum bislang letzten Mal hatten die Emirate Raketen aus dem Iran Anfang Mai abgefangen. Zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren die Emirate besonders stark angegriffen worden.

18.08.2026

Di 16:11

Trump: Derzeit keine Gespräche mit dem Iran

Nach dem Ende der 60-tägigen Frist des Rahmenabkommens stehen Washington und Teheran laut US-Präsident Donald Trump nicht in Verhandlungen. «Es finden derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant», teilte er auf der Plattform Truth Social mit.

Erst am Vortag hatte Trump dem Sender Fox News gesagt, Vertreter der US-Regierung stünden im direkten Kontakt mit den iranischen Revolutionsgarden. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder Angaben über mutmaßliche Gespräche oder Verhandlungsstände mit dem Iran gemacht, die dieser dementierte.

Zudem behauptete Trump, die Straße von Hormus bleibe geöffnet. Tatsächlich gab es in den vergangenen Tagen immer wieder Angriffe auf Handelsschiffe. Der Schiffsverkehr auf der wichtigen Handelsroute nahm zuletzt wieder ab. Die US-Seeblockade gegen iranische Schiffe bleibe intakt, schrieb Trump weiter.

Truth Social
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