Iran-Krieg: Saudi-Arabien meldet 20 Angriffe auf Flughafen Riad

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Aktualisiert 15. Oktober 2026, 17:14Iran-Krieg
Saudi-Arabien meldet 20 Angriffe auf Flughafen Riad

Am 28. Februar 2026 haben Israel und die USA den Iran angegriffen. Das Land reagierte mit Gegenangriffen. Die Entwicklungen im L'essentiel-Ticker.
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15.10.2026

Do 18:23

Öltanker in iranischer Sperrzone in Brand geraten

Im Golf von Oman ist nach iranischen Angaben ein Öltanker in einer vom Iran eingerichteten Sperrzone in Brand geraten. Die iranische Armee erklärte, das Schiff habe seine Ortungssysteme abgeschaltet und versucht, das gesperrte Gebiet im östlichen Teil der Straße von Hormus zu durchqueren. Dabei habe der Tanker gegen geltende Vorschriften verstoßen.

Die Brandursache ist bislang unklar. Ob der Tanker angegriffen wurde, teilte die iranische Armee nicht mit. Auch das zuständige US-Regionalkommando Centcom äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Angaben zu möglichen Verletzten oder Schäden liegen bislang nicht vor.

15.10.2026

Do 17:14

Huthi griffen Flughafen Riad 20-mal an

Die Huthi-Miliz hat den internationalen Flughafen von Riad nach Angaben des saudisch geführten Militärbündnisses innerhalb von zwei Wochen 20-mal angegriffen. Dabei seien 17 Menschen getötet und mehr als 330 verletzt worden, erklärte Bündnissprecher Turki al-Maliki. Die indische Botschaft meldete zudem einen weiteren Todesfall, weshalb auch von insgesamt 18 Toten die Rede ist.

Auch der Flughafen Abha im Süden Saudi-Arabiens wurde laut al-Maliki angegriffen. Dort seien zwei Menschen getötet und 28 verletzt worden. Als Reaktion habe das saudisch geführte Bündnis mehrfach Huthi-Stellungen im Jemen bombardiert und unter anderem Raketenlager nahe Sanaa zerstört. Al-Maliki forderte die Miliz auf, ihre Angriffe auf zivile Ziele sofort einzustellen.

15.10.2026

Do 11:44

CNN: Pentagon prüft Einsatz von 9,5-Tonnen-Bombe

Das US-Militär hat nach Informationen von CNN neue Angriffspläne gegen den Iran ausgearbeitet, die auch den Einsatz der sogenannten «Mutter aller Bomben» vorsehen. Dabei handelt es sich um die rund 9,5 Tonnen schwere GBU-43/B, die stärkste konventionelle Bombe im amerikanischen Arsenal. Nach Angaben mehrerer mit den Planungen vertrauter US-Beamter könnten sowohl iranische Energieanlagen als auch verbliebene Atomanlagen angegriffen werden. Trump habe die Ausarbeitung zusätzlicher Angriffsoptionen angeordnet.

Zu den möglichen Zielen gehört die tief unter einem Berg gelegene Anlage «Pickaxe Mountain» nahe Natanz. Allerdings ist umstritten, ob die Bombe solche unterirdischen Anlagen überhaupt zerstören könnte. Sie wurde vor allem für großflächige Druckwellen entwickelt und ist keine spezielle bunkerbrechende Waffe. Ein Einsatz könnte deshalb auch der Einschüchterung Teherans dienen. Eine Entscheidung über neue Angriffe ist bislang nicht bekannt. Das Weiße Haus wollte die Berichte nicht kommentieren.

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14.10.2026

Mi 22:38

US-Militär zerstört verdächtiges Schiff

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört. Vergangene Woche hätten US-Streitkräfte das Schiff angegriffen, da es im Golf von Oman auf einer Aufklärungsmission gewesen sei und Schiffe der US-Marine ins Visier genommen habe, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Besatzung des Schiffs sei vor dem Angriff in Sicherheit gebracht worden.

14.10.2026

Mi 17:32

Iran meldet Minenexplosion – Frachter gesunken

Nach mehreren Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus ist mindestens ein Containerschiff gesunken. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, ein mit mehr als 2500 Containern beladener Frachter sei auf eine Mine gefahren, in Brand geraten und untergegangen. Die britische Sicherheitsfirma Vanguard meldete ebenfalls den Untergang eines Containerschiffs: Die unter Singapurs Flagge fahrende «GFS Pride» sei am Dienstag von einem Geschoss getroffen worden. Ob es sich um dasselbe Schiff handelt, ist noch unklar.

Insgesamt wurden nach britischen Angaben vier Schiffe angegriffen. Zwei weitere Containerschiffe wurden leicht beschädigt und konnten ihre Fahrt fortsetzen. Der Verbleib des Tankers «Alfonso» ist unklar. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Erdöl und Flüssiggas weltweit.

14.10.2026

Mi 09:15

Todesurteil durch Erhängen vollstreckt

Irans Justiz hat abermals ein Todesurteil im Zusammenhang mit dem Krieg vollstreckt. Ali Sina Mostafawi sei am Morgen durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Dem Mann wurde demnach zur Last gelegt, sich im Krieg den «bewaffneten Kräften des amerikanisch-zionistischen Feindes» angeschlossen zu haben.

Dem Bericht zufolge hatte er sich an «terroristischen Operationen» in der zentralen Wüstenmetropole Kerman beteiligt. Ihm wurde außerdem vorgeworfen, bei den Massenprotesten im Januar Videos und Bilder an «feindlich gesinnte Sender» geschickt zu haben. Der Darstellung bei Misan nach war er ein Anhänger der iranischen Monarchisten um Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 gestürzten Schahs.

Im Iran sind sowohl im Zusammenhang mit dem Krieg als auch mit den landesweiten Demonstrationen zu Beginn des Jahres Dutzende Männer hingerichtet worden. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen.

13.10.2026

Di 22:34

Heftige Explosion in Riad – Raketen auf Ölanlagen abgefangen

Nach den jüngsten Drohungen der Huthi-Miliz ist am Abend in der saudiarabischen Hauptstadt Riad erneut eine heftige Explosion zu hören gewesen. Zuvor hatten die Behörden die Bevölkerung per Mobiltelefon vor einer «feindlichen Bedrohung aus der Luft» gewarnt. Die Ursache des Knalls ist bislang unklar. Im Osten Saudi-Arabiens fing die Militärkoalition nach eigenen Angaben zwei ballistische Raketen der Huthis ab. Eine davon zielte auf Dhahran, wo der Ölkonzern Aramco seinen Hauptsitz hat. Trümmer stürzten demnach auf ein Wohnviertel. Die zweite Rakete soll auf Ölanlagen in Harad gerichtet gewesen sein.

Unterdessen bestätigte die saudisch geführte Militärkoalition neue Luftangriffe auf drei Ziele im Jemen, darunter eine Ölanlage in der Hauptstadt Sanaa. Die Huthis hatten zuvor mit harter Vergeltung für Angriffe auf Sanaa gedroht und dabei den Flughafen Riad sowie Anlagen des Ölkonzerns Aramco als mögliche Ziele genannt.

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13.10.2026

Di 17:25

Huthis kündigen Vergeltung an

Die Huthi-Miliz im Jemen droht mit weiteren Angriffen auf den Flughafen Riad und wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien. Betroffen seien das Hauptquartier des Ölkonzerns Aramco in Dammam sowie eine Raffinerie. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari veröffentlichte die Koordinaten der Ziele und forderte Beschäftigte auf, die Anlagen zu meiden. Die Miliz droht mit Angriffen, sollte Saudi-Arabien erneut Ziele in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa bombardieren.

Zuvor hatten mehrere Medien von Explosionen in Sanaa berichtet. Nach Angaben des Huthi-Senders Al-Masirah griff Saudi-Arabien dort Ölanlagen an. Das saudisch geführte Militärbündnis hatte Anwohner zuvor vor einem bevorstehenden Einsatz gewarnt. Auch aus der Provinz Tais wurden Luftangriffe gemeldet. Über Riad fing das Militärbündnis nach eigenen Angaben erneut mehrere Drohnen ab.

STR/AP/dpa

12.10.2026

Mo 22:38

Huthis greifen Flughafen Riad offenbar erneut an

Die saudiarabische Hauptstadt Riad ist am Abend erneut von mehreren heftigen Explosionen erschüttert worden. Kurz zuvor wurden die Bewohner per Warnmeldung aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und Fenster zu meiden. Die Huthi-Miliz aus dem Jemen bekannte sich zu einem weiteren Angriff auf den internationalen Flughafen der Hauptstadt.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition erklärte, eine ballistische Rakete über Riad abgefangen und zerstört zu haben. Die Huthis behaupteten dagegen, den Flughafen direkt getroffen zu haben. Zudem meldete die Miliz einen Drohnenangriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Chamis Muschait. Die Angaben über die Treffer lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

12.10.2026

Mo 18:05

Britischer Premier macht Iran für Anschlagsplan verantwortlich

Hinter dem mutmaßlich geplanten Anschlag auf den britischen Militärstützpunkt RAF Fairford steckt nach Einschätzung der britischen Regierung höchstwahrscheinlich der Iran. Premierminister Andy Burnham erklärte im Parlament, die Aktion sei mit ziemlicher Sicherheit von der iranischen Revolutionsgarde gesteuert worden. Er kündigte Sanktionen gegen kriminelle Netzwerke und deren Finanzströme an.

Ende September waren nahe der von der US-Luftwaffe genutzten Basis fünf Terrorverdächtige festgenommen worden, später ein sechster Mann. Alle wurden inzwischen unter Auflagen freigelassen. Das Pentagon zog seine Langstreckenbomber von dem Stützpunkt ab.

Ben Birchall/PA Wire/dpa

12.10.2026

Mo 16:25

Iran reklamiert Angriff auf Supertanker in Straße von Hormus

Irans Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge zum dritten Mal innerhalb von zwei Tagen einen Öltanker attackiert. Der Angriff sei in der Straße von Hormus erfolgt, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Der Supertanker habe sein Navigationssystem abgeschaltet und Warnungen der Marine missachtet, hieß es weiter.

Bereits am Sonntag hatten iranische Medien ein Video verbreitet, das eine Explosion an einem Supertanker zeigen soll. Den Angaben nach fuhr das Schiff auf eine Seemine in der Meerenge am Persischen Golf. Dem Vernehmen nach werden Minen mit Raketen direkt vor die Tanker gefeuert.

12.10.2026

Mo 15:55

Riad verlängert Flughafensperre

Nach einer Serie tödlicher Angriffe der Huthi-Miliz bleibt der internationale Flughafen von Riad auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die ursprünglich für Dienstag geplante Wiedereröffnung wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Bei den Angriffen der vergangenen Woche wurden nach saudischen Angaben 18 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Allein am Samstag starben 13 Menschen, bei einem erneuten Angriff am Sonntag ein weiterer. Ein Geschoss schlug im Terminal 4 ein und löste einen Brand aus.

Die Huthis erklärten, auch den Flughafen von Dammam und zwei Anlagen des Ölkonzerns Aramco angegriffen zu haben. Saudi-Arabien kündigte eine Reaktion an. Unterdessen wurden bei Kämpfen zwischen Huthis und jemenitischen Regierungstruppen nahe der Stadt Tais mehr als 60 Kämpfer getötet.

08.10.2026

Do 18:41

Trump: Keine Angriffe auf Iran bis zu Midterms im November

Nach Medienberichten über mögliche neue US-Angriffe auf iranische Ziele noch vor den Midterms hat US-Präsident Donald Trump eine Wiederaufnahme von Militäreinsätzen dementiert. «Wir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Die US-Regierung führe unterdessen «konstruktive Gespräche» mit Teheran, schrieb Trump weiter. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass die Regierung in Teheran eine Antwort aus den USA prüfe. Man habe Washington einen «Sieben-Tage-Plan» übermittelt und eine Antwort erhalten – darauf wolle man in wenigen Tagen reagieren, hieß es.

Zuvor hatten mehrere US-Medien darüber berichtet, dass die US-Regierung in ihrem festgefahrenen Krieg neue Angriffe auf Ziele im Iran erwägt. Dabei könnten größere Militäreinsätze in den kommenden Wochen noch vor den wichtigen US-Zwischenwahlen wieder aufgenommen werden, berichteten das Nachrichtenportal Axios und der US-Sender NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine Entscheidung darüber sei allerdings bislang nicht gefallen.

07.10.2026

Mi 14:13

Mehr als 200.000 Menschen im Jemen vertrieben

Die Zahl der Binnenvertriebenen im Jemen ist innerhalb weniger Wochen drastisch gestiegen. Nach Angaben der UN-Organisation IOM erhöhte sie sich von rund 76.000 Mitte September auf mehr als 201.000 Menschen. IOM-Chefin Amy Pope bezeichnete das Tempo der Krise als «alarmierend» und rief zu mehr internationaler Hilfe auf.

Die Vertreibungen folgen auf neue Kämpfe zwischen den Huthi und den Truppen der international anerkannten Regierung, die am Sonntag eine Offensive zur Rückeroberung von Huthi-Gebieten begonnen haben.

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06.10.2026

Di 03:04

US-Bomber verlassen britische Basis

Die USA haben laut mehreren Medienberichten rund ein Dutzend B-1-Langstreckenbomber von der britischen Basis RAF Fairford abgezogen. Geheimdienstinformationen hätten auf einen möglichen iranischen Drohnenangriff hingedeutet, bei dem Flugzeuge zerstört und US-Personal getötet werden sollte. Das Wall Street Journal berichtet von einem mutmaßlichen Komplott der iranischen Revolutionsgarden, für das auch britische Staatsbürger rekrutiert worden sein sollen.

Trump bestätigte den konkreten Angriffsplan zwar nicht, sprach aber von Bedrohungen und sagte, die Verantwortlichen stünden «vermutlich» mit dem Iran in Verbindung. Außenminister Marco Rubio widersprach einem direkten Zusammenhang zwischen der Bedrohung und der Verlegung der Bomber.

Justin Tallis/AFP/Getty Images

06.10.2026

Di 01:22

Erneut Tanker in Straße von Hormus beschossen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker beschossen worden. Nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO traf am Montagabend ein unbekanntes Projektil das Schiff, woraufhin im Maschinenraum ein Feuer ausbrach. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt. UKMTO meldete zudem drei weitere Treffer auf Tanker seit Samstag, darunter einen Flüssiggastanker.

Auch der Iran geht nach eigenen Angaben verstärkt gegen Schiffe vor: Die Revolutionsgarden zwangen am Montag einen Tanker zur Umkehr und drohten andernfalls mit einem Angriff. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet von insgesamt 13 Schiffen, gegen die der Iran binnen sieben Tagen vorgegangen sei. Das US-Militär wiederum erklärte, seit Mitte Juli 130 Handelsschiffe im Zuge seiner Seeblockade gegen den Iran umgeleitet zu haben.

05.10.2026

Mo 22:37

Irans Präsident erklärt Gespräche mit USA für «sinnlos»

Irans Präsident Massud Peseschkian hält weitere Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges derzeit für «sinnlos». Washington habe den Iran nach Gesprächen mehrfach angegriffen und zeige damit, dass es keinen echten Dialog anstrebe, sagte Peseschkian laut der Nachrichtenagentur Irna. Die USA würden stattdessen auf «Attentate, Sanktionen, Druck und Drohungen» setzen.

Die unter pakistanischer Vermittlung geführten Friedensgespräche stecken seit Monaten fest, auch am Rande der UN-Generalversammlung gab es keinen Durchbruch. Außenminister Abbas Araghtschi hatte am Sonntag dagegen betont, der Konflikt könne nur durch «faire» Verhandlungen beendet werden und nicht militärisch.

«Mit einem Feind, der täglich zu Attentaten, Sanktionen, Druck und Drohungen greift und seine Zusagen bricht, sind Verhandlungen sinnlos», fügte Peseschkian laut Irna hinzu.
«Mit einem Feind, der täglich zu Attentaten, Sanktionen, Druck und Drohungen greift und seine Zusagen bricht, sind Verhandlungen sinnlos», fügte Peseschkian laut Irna hinzu.Heather Khalifa/FR172147 AP/AP/dpa

05.10.2026

Mo 01:00

Nach Vorfall bei US-Militärbasis: US-Bomber zurückbeordert

Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien hat das Pentagon all seine Langstreckenbomber zurückbeordert. «Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind», teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums auf Anfrage mit.

Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran agieren zu können. Das Pentagon betonte in seiner jetzigen Mitteilung: «Die Piloten der amerikanischen Bomberflotte, darunter B-1, B-2 und B-52, sind weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen.» Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ressort zuvor «Bewegungen unserer Ressourcen und Streitkräfte nicht in Echtzeit» kommentieren können, hieß es weiter. Einen Zusammenhang zu dem mutmaßlich geplanten Terroranschlag Ende September bestätigte das US-Verteidigungsministerium nicht.

02.10.2026

Fr 19:50

Feuer in Straße von Hormus

In der Straße von Hormus sind binnen kurzer Zeit zwei Tanker beschossen worden. Nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO brach bei einem Schiff nach einem Angriff am Donnerstagabend ein Feuer aus. Die Besatzung sei in Sicherheit. Zu möglichen Umweltschäden gab es zunächst keine Angaben.

Am Freitagabend meldete der Kapitän eines weiteren Tankers einen Treffer durch ein unbekanntes Geschoss. Dabei seien ein kleiner Brand und ein Stromausfall entstanden. Das Feuer wurde gelöscht, der Tanker konnte seine Fahrt fortsetzen. Wer hinter den Angriffen steckt, ist bislang unklar.

02.10.2026

Fr 14:04

USA schicken dritten Flugzeugträger

Die USA verstärken ihre Militärpräsenz im Nahen Osten deutlich. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters wird die Flugzeugträgergruppe um die USS Theodore Roosevelt gemeinsam mit der amphibischen Gruppe um die USS Makin Island in die Region verlegt. Insgesamt befinden sich rund 9000 zusätzliche US-Soldaten und Marines an Bord der Schiffe.

Mit der «Theodore Roosevelt» könnten bis Ende Oktober zeitweise drei amerikanische Flugzeugträgergruppen gleichzeitig in der Region operieren. Bereits dort sind die «USS George H.W. Bush» und die «USS George Washington». Eine derart starke US-Trägerpräsenz hatte es zuletzt im April gegeben.

01.10.2026

Do 19:31

USA sanktionieren Irans Auto-, Bahn- und Stahlbranche

Die USA verschärfen den wirtschaftlichen Druck auf den Iran. Das Finanzministerium verhängte Sanktionen gegen die größten iranischen Autobauer Iran Khodro und Saipa sowie gegen Unternehmen aus der Bahn- und Metallbranche. Betroffen ist auch die in Deutschland ansässige Firma Impex, der Geschäfte mit einem großen iranischen Stahlhersteller vorgeworfen werden.

Nach Angaben Washingtons gehören der Auto- und Bahnsektor zu den größten verbliebenen Einnahmequellen Teherans. Vermögenswerte der sanktionierten Unternehmen in den USA werden eingefroren, Geschäfte mit ihnen untersagt. Die Maßnahmen sind Teil des von Präsident Donald Trump ausgerufenen «Wirtschaftskriegs» gegen den Iran.

Auch die Bahnbranche und Metallunternehmen wie der Stahlhersteller Hepco sind betroffen.
Auch die Bahnbranche und Metallunternehmen wie der Stahlhersteller Hepco sind betroffen.Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP/dpa
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30.09.2026

Mi 14:08

Armeesprecher verspricht hohe Summen

Irans Armee hat ein hohes Preisgeld für getötete oder gefangen genommene US-Soldaten in Aussicht gestellt. Wer einen amerikanischen Soldaten, der als Angreifer Irans Staatsgebiet betritt, tötet und dessen Leichnam übergibt oder ihn gefangen nimmt, werde belohnt, sagte Armeesprecher Amir Akraminia in einem Interview am Dienstag. Männer sollen umgerechnet etwa 17.500 Euro erhalten, Frauen 35.000 Euro.

30.09.2026

Mi 12:41

Tankschiffe nahe Iran unter Beschuss

Zwei Tankschiffe sind Berichten zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) in zwei separaten Meldungen mitteilte, wurden beide Schiffe von unbekannten Projektilen getroffen. Die Vorfälle ereigneten sich demnach bereits am Dienstag.

Der Iran reklamierte die Angriffe zunächst nicht für sich. Ein Sprecher der Revolutionsgarden sagte jedoch: «In der Straße von Hormus kommt es innerhalb jedes Zeitraums von 24 Stunden zu militärischen Auseinandersetzungen, aber seit einiger Zeit reagiert Amerika nicht mehr.»

In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Straße von Hormus kam es zuletzt regelmäßig wieder zu Beschuss. Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge weitestgehend. Das US-Militär hatte seinerseits zivile iranische Schiffe attackiert.

30.09.2026

Mi 11:36

Iran verbietet Import von Luxuswagen

Der Iran hat angesichts der schweren Wirtschaftskrise den Import von Luxusautos verboten. Präsident Massud Peseschkian ordnete die Maßnahme an, wie iranische Medien übereinstimmend berichteten. Kritik gab es demnach an den hohen Preisen, die für große Teile der Bevölkerung nicht erschwinglich sind und dem Abfluss von Devisen ins Ausland.

Nach Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hatten Bewohner der Metropolen trotz der schwierigen Wirtschaftslage vermehrt Luxusautos in wohlhabenden Vierteln beobachtet. Auch Elektrofahrzeuge und Geländewagen aus China prägen inzwischen das Straßenbild der Großstädte. Einige wohlhabende Iranerinnen und Iraner betrachten ein teures Auto als Investition, da die Preise für Gebrauchtwagen relativ stabil bleiben.

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