Dash 8-400: «Es war sehr stressig» – Luxair-Flug muss in Nizza notlanden

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Dash 8-400«Es war sehr stressig» – Luxair-Flug muss in Nizza notlanden

Eine Luxair-Maschine auf dem Weg von Luxemburg nach Nizza musste am Montag notlanden. Eine Passagierin berichtet.

Ein technisches Problem mit dem rechten Fahrwerk hat am Montag zu einer Notlandung eines Luxair-Fluges geführt. Die Maschine des Typs Dash 8-400 war als Flug LG 8255 von Luxemburg nach Nizza unterwegs, als die Crew laut einer Pressemitteilung der Fluggesellschaft ein Problem mit dem rechten Fahrwerk bemerkte.

L'essentiel

Das Flugzeug sei gegen Mittag sicher in Nizza gelandet und sei – aus Sicherheitsgründen – direkt auf der Landebahn zum Stehen gekommen. Die 74 Passagiere seien anschließend mit Bussen zum Terminal gebracht worden, wo sie betreut worden wären.

«Uns war klar, dass die Situation potenziell ernst war»

Passagierin

Alle an Bord befindlichen Personen, einschließlich der Besatzung, seien nach Angaben der Fluggesellschaft unverletzt geblieben. «Psychologische Unterstützung wird bei Bedarf bereitgestellt», hieß es weiter in der Mitteilung von Luxair.

«Uns war klar, dass die Situation potenziell ernst war, als der Kapitän das Wort ergriff und den ‹Notfallzustand› ausrief», berichtet Sylvie*, eine 46-jährige Luxemburgerin, die zu den 74 Passagieren an Bord gehörte.
«Ein Triebwerk musste wegen des Problems mit dem Fahrwerk abgeschaltet werden, und nachdem wir etwa eine Stunde über Nizza gekreist waren, wurde uns mitgeteilt, dass wir landen würden. Die Crew rief ‹Sicherheitsposition, Sicherheitsposition› und zeigte uns, welche Haltung wir einnehmen sollten. Es war sehr stressig.»

Stell Dir vor, Du bist an Bord eines Fluges, der notlanden muss. Wie würdest Du reagieren?

Sylvie erzählt, sie habe ihrem Partner eine Nachricht geschickt, um ihm die Situation zu schildern. «Ich wollte mich selbst davon überzeugen, dass alles gut ausgehen würde. Uns wurde gesagt, wir sollten mit den Händen den Sitz vor uns umklammern und den Kopf auf die Brust legen. Wir warteten auf den Aufprall – ohne jede Sicht nach draußen ...»
Schließlich gelang die Landung, und als sich die Tür des Flugzeugs öffnete, sahen die Passagiere etwa 20 Fahrzeuge auf dem Rollfeld (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste), die bereitstanden, um einzugreifen.

«Als wir das sahen, dachten wir: Das war knapp», fährt Sylvie fort.
«Im Terminal waren Ärzte anwesend, die sich um jeden einzelnen Passagier kümmerten, um sicherzugehen, dass es allen gut ging. Wir bekamen Wasser, das Ganze dauerte etwa eine weitere Stunde, dann durften wir gehen. Man sah in den Augen der Einsatzkräfte, dass sie auf das Schlimmste vorbereitet waren ...»

* Vorname geändert

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(kn, pp)

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