Flucht bei AusgangEntflohener Mörder im Saarland kehrt selbst ins Gefängnis zurück
Seit Mittwochnachmittag hatte die Polizei im Saarland nach einem entflohenen Häftling gesucht. Nun ist der verurteilte Mörder eigenständig zurückgekommen.
Der entflohene saarländische Häftling ist eigenständig in die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken zurückgekehrt. Das teilte die Polizei mit. Die Beamten hatten seit zwei Tagen nach dem wegen Mordes verurteilten Mannes gesucht.
Der 44-Jährige war nach vorherigen Angaben am Mittwochnachmittag während eines begleiteten Ausgangs geflohen. Er wäre voraussichtlich im November dieses Jahres nach der Verbüßung von 15 Jahren aus der Haft entlassen worden, berichtete der Saarländische Rundfunk (SR). Eine besondere Schwere der Schuld hatte das Landgericht nicht festgestellt. Ein Gefängnisausbruch ist in Deutschland grundsätzlich nicht strafbar.
Unter Begleitung eines Gefängnismitarbeiters
Von dem Mann gehe keine direkte Gefahr aus, hatte es geheißen – jedoch warnte die Polizei davor, ihn anzusprechen. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken befand sich der 44-Jährige seit Februar 2010 in Haft. 2011 wurde er vom Landgericht Saarbrücken wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Laut SR hatte er bei einem Wohnungseinbruch mit einem Komplizen eine 77-jährige Rentnerin getötet.
Laut Auskunft des Justizministeriums in Saarbrücken war der Mann bei seinem Ausgang in Schmelz in Begleitung eines Gefängnismitarbeiters gewesen. Es sei seine zwölfte «begleitete Ausführung» seit Februar 2024 gewesen, alle vorherigen seien ohne Beanstandungen verlaufen.
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